Dynamo mit hartem Abschluss-Programm: "Am Ende schlägt die Müdigkeit den Willen"

Dresden - "Es muss Möglichkeiten geben, die Saison zu verlängern", sagte Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (51) in der aktuellen SportBild zu den aktuellen Quarantäne-Teams in den ersten drei Ligen. Es wird keine geben.

Trainer Markus Kauczinski (51, 2.v.l.) beim Training mit Justin Löwe (22, l.), Yannick Stark (30, 2.v.r.) und Christoph Daferner (23).
Trainer Markus Kauczinski (51, 2.v.l.) beim Training mit Justin Löwe (22, l.), Yannick Stark (30, 2.v.r.) und Christoph Daferner (23).  © Lutz Hentschel

Da ist zum einen die Endrunde der "U21"-EM und zum anderen die Euro. Was im Vorjahr nach der Absage der kontinentalen Meisterschaft ging, ist nun nicht mehr machbar.

Alle eben aus der Quarantäne entlassenen oder noch in Quarantäne befindlichen Teams zwischen Liga 1 und 3 werden damit leben müssen.

Sportlich fair ist es nicht, aber alternativlos. Es wird ein Mammutprogramm für Hertha, Kiel, Karlsruhe, Sandhausen - und eben auch Dynamo.

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Kiel und Dresden spielen um den Aufstieg, Hertha und Sandhausen gegen den Abstieg. Nur der KSC kann es gelassen sehen.

Die Schwarz-Gelben sind ein gebranntes Kind. Im Vorjahr durch die Pandemie runter, jetzt nicht wieder rauf - es wäre das Worst-Case-Szenario.

Dynamo-Coach Kauczinski warnt andere Mannschaften

Dynamo muss bei den verbleibenden Spielen, unter anderem gegen Halle, alles geben, damit der Aufstieg gelingt. Das wird nicht leicht, weiß Kauczinski.
Dynamo muss bei den verbleibenden Spielen, unter anderem gegen Halle, alles geben, damit der Aufstieg gelingt. Das wird nicht leicht, weiß Kauczinski.  © Picture Point/Gabor Krieg

Kauczinski spricht im Sportmagazin über das Vorjahr als Hinweis und Warnung für alle anderen Teams, was auf sie zukommen wird. Mittlerweile ist er selbst wieder in der Schleife gefangen. "Das größte Manko ist die körperliche Fitness", sagte er: "Wir konnten in manchen Spielen phasenweise mithalten, aber dann sind wir einfach nicht mehr hinterhergekommen."

Das bewies auch die Statistik, Dynamo hatte in einigen Spielen sieben Kilometer weniger auf der Uhr als der Gegner.

Die Fliegerei zu Auswärtsspielen, Kältekammer, mehr Physios als zuvor, weggelassene Videoanalysen, um die Spieler nicht zu überfrachten - alle Anstrengungen waren umsonst. Spielen, schlafen, essen, schlafen, essen, spielen, schlafen. So sah der Juni aus.

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"Nach drei, vier Spielen, vor denen man die Spieler auf die gleiche Weise motiviert hat, wusste ich auch nicht mehr, was ich Neues sagen sollte", erinnerte sich Kauczinski. "Am Ende schlägt die Müdigkeit den Willen."

Er weiß, was auf die Erst- und Zweitligisten jetzt zukommen wird. Und für ihn und Dynamo wird es mit jetzt mindestens drei englischen Wochen am Stück ohne großes Mannschaftstraining nicht leichter. Nicht nur der Trainer hofft, dass es diesmal für Dresden gut ausgehen wird.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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