Ex-Dynamo Aias Aosman feiert sensationellen Sieg gegen Spitzenklub!

Nikea (Griechenland) - Überraschende Bonuspunkte für Ionikos Nikeas und Aias Aosman! Der frühere Offensivakteur von Dynamo Dresden gewann am Sonntag mit seinem Klub in der griechischen Super League mit 3:2 (2:1) gegen Spitzenverein PAOK Thessaloniki.

Ex-Dynamo Aias Aosman (r.) trug mit einem Tor und einem Pre-Assist entscheidend zum Heimsieg von Ionikos Nikeas gegen PAOK Thessaloniki bei.
Ex-Dynamo Aias Aosman (r.) trug mit einem Tor und einem Pre-Assist entscheidend zum Heimsieg von Ionikos Nikeas gegen PAOK Thessaloniki bei.  © Lutz Hentschel

Dabei erzielte Aosman vom Elfmeterpunkt den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer. Der syrische Nationalspieler nahm viel Anlauf und verwandelte wuchtig sowie platziert vor der eigenen Fankurve sicher in die linke untere Ecke (37. Minute).

Zuvor war PAOK durch den polnischen Stürmer Karol Swiderski, der im Nationaldress an der Seite von Robert Lewandowski aufläuft, in Führung gegangen (18.).

Doch erst glich der langjährige LaLiga-Profi Jose Alberto Canas wenige Augenblicke später für Nikeas aus (20.), dann netzte Aosman ein und besorgte die Pausenführung.

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Zudem leitete er auch noch das 3:1 mit einem starken Steilpass mit ein, am Ende verwandelte sein Angriffspartner Reinaldo Lenis per Lupfer zum 3:1 (49.). Anschließend verpassten die Hausherren sogar noch die endgültige Entscheidung, als Lenis mit seinem Volleyschuss nur den linken Pfosten traf (53.).

So wurde es doch nochmal eng, denn der frühere Rapid-Wien-Stürmer Thomas Murg verkürzte in der 60. Minute auf 2:3. Doch dabei blieb es am Ende.

Zusammenfassung vom Super-League-Spiel Ionikos Nikeas gegen PAOK Thessaloniki

Aias Aosman ist im Angriff der überragende Mann von Ionikos Nikeas

Ex-Dynamo Aias Aosman (M.) durfte einen wichtigen Prestige-Erfolg mit Ionikos Nikeas bejubeln.
Ex-Dynamo Aias Aosman (M.) durfte einen wichtigen Prestige-Erfolg mit Ionikos Nikeas bejubeln.  © Lutz Hentschel

Für Nikeas kommt dieser Prestige-Erfolg überraschend. Durch ihn hat man sich nach zwölf Partien auf Rang zehn von 14 Teams vorgeschoben und stellte mit 13 Zählern bei 11:16 Toren wieder Anschluss an das Tabellenmittelfeld her.

Daran hat Aosman entscheidenden Anteil. Der Edeltechniker kam in allen Liga-Begegnungen zum Einsatz, traf fünfmal selbst und legte dreimal auf, war also an acht der elf Tore direkt beteiligt und zudem noch am zwischenzeitlichen 3:1 gegen PAOK indirekt.

Ohne ihn wäre die Nikeas-Offensive wohl nur ein laues Lüftchen. Das dürften mittlerweile zwar auch die gegnerischen Mannschaften wissen, schaffen es aber weiterhin nicht, ihn aus dem Spiel zu nehmen, was für Aosman und seine Qualitäten spricht.

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Wie hoch dabei der Dreier gegen Saloniki einzuordnen ist, zeigt ein Blick auf den Kader von Coach und Rumäniens Ex-Nationaltrainer Razvan Lucescu.

Der kann es sich anscheinend leisten, den leider seit einiger Zeit formschwachen Ex-BVB-Star Shinji Kagawa (32) nicht mal in den Kader zu berufen.

PAOK Saloniki verfügt über einen individuell starken Kader, schwächelt in der Super League aber

Traurig: Der frühere BVB-Star Shinji Kagawa (l.) schafft es bei PAOK Thessaloniki aktuell nicht mal mehr in den Kader.
Traurig: Der frühere BVB-Star Shinji Kagawa (l.) schafft es bei PAOK Thessaloniki aktuell nicht mal mehr in den Kader.  © dpa/Peter Steffen

Dabei fehlten in Nikea noch einige Leistungsträger. Kapitän, Ex-Wolfsburg-Wirbler und Europameister von 2016, Vierinha (35), der frühere Sevilla-Innenverteidiger José Crespo (34) und der einstige portugiesische Nationalstürmer Nelson Oliveira (30), der mehrfach mit Superstar Cristiano Ronaldo (36) zusammenspielte, waren allesamt nicht dabei.

Dafür standen aber Andrija Zivkovic (Nationalkicker Serbiens, früher Benfica Lissabon), Omar El Kaddouri (30 Länderspiele für Marokko, einst mit 43 Einsätzen für die SSC Neapel), Diego Biseswar (Suriname, Feyenoord Rotterdam), Jasmin Kurtic (Slowenien, Atalanta Bergamo) und Alexandros Paschalakis (griechischer Nationalkeeper hinter Odysseas Vlachodimos, Bruder von Dynamo-Angreifer Panagiotis) allesamt auf dem Rasen.

Darüber hinaus saßen mehrere Akteure, die zu den besten ihres Landes zählen, nur auf der Bank. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass PAOK in dieser Saison den Erwartungen hinterherhinkt und man bei Ionikos bereits die fünfte Liga-Niederlage kassierte.

Mit lediglich 19 Zählern beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Olympiakos Piräus schon 13 Punkte - und das nach gerade mal zwölf Partien! Dennoch soll das den Sieg von Aosman nicht schmälern, schließlich ist die individuelle Klasse von Saloniki deutlich höher einzuordnen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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