Ex-Dynamo Alexander Esswein hat neuen Klub gefunden!

Sandhausen - Alexander Esswein (30) hat endlich einen neuen Verein gefunden! Der zuletzt vereinslose Angreifer ist zum SV Sandhausen gewechselt.

Der Vertrag von Alexander Esswein (30) bei Hertha BSC war in diesem Sommer ausgelaufen und nicht verlängert worden.
Der Vertrag von Alexander Esswein (30) bei Hertha BSC war in diesem Sommer ausgelaufen und nicht verlängert worden.  © picture point/Sven Sonntag

Das gab der Zweitligist am Freitagnachmittag bekannt. Auf der SVS-Website hieß es: "Wir sind sehr froh, dass wir ab sofort mit Alexander Esswein einen weiteren Spieler in unseren Reihen haben, der seine Qualitäten über viele Jahre in der Bundesliga bewiesen hat", so Mikayil Kabaca.

Der Sportliche Leiter führte aus: "Wir standen bereits im April zum ersten Mal mit Alexander in Kontakt und haben die Gespräche in den vergangenen Wochen intensiviert. Er kann in der Offensive jede Position spielen und wird die Qualität in unserem Kader insgesamt enorm steigern."

Der frühere Profi von Dynamo Dresden erklärte seine Entscheidung wie folgt: "Ich freue mich sehr darüber, in Sandhausen zu sein. Die Gespräche, die ich mit dem Sportlichen Leiter Mikayil Kabaca und mit Trainer Uwe Koschinat in den vergangenen Wochen geführt habe, haben mich von diesem Wechsel überzeugt. Ich habe vor fast genau zehn Jahren einmal mit Dynamo Dresden hier gespielt, seitdem hat sich der Verein prächtig entwickelt."

Der Offensivspieler fügte hinzu: "Der SV Sandhausen ist ein etablierter Zweitligist, und es ist der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu gehen und sich etwas höhere Ziele zu setzen. Auch die Nähe zu meiner Heimat hat bei diesem Wechsel eine Rolle gespielt. Ich möchte mit meinen Leistungen zu der weiteren positiven Entwicklung des Vereins beitragen."

SV Sandhausen verkündet die Verpflichtung von Ex-Herthaner Alexander Esswein

Alexander Essweins Quote in der 1. Bundesliga ließ zu wünschen übrig

Alexander Esswein (r.) feierte 2011 mit Dynamo Dresden den Aufstieg in die 2. Bundesliga und hatte mit 25 Torbeteiligungen in 31 Spielen großen Anteil daran.
Alexander Esswein (r.) feierte 2011 mit Dynamo Dresden den Aufstieg in die 2. Bundesliga und hatte mit 25 Torbeteiligungen in 31 Spielen großen Anteil daran.  © DPA/Robert Michael

SVS-Cheftrainer Uwe Koschinat lobte die Fähigkeiten des Neuzugangs: "Alexander Esswein hat sich in seiner Karriere fast ausschließlich in der 1. Liga aufgehalten. Seine herausstechenden Qualitäten sind seine Schnelligkeit und seine Körperlichkeit, zudem verfügt er über ein sehr gutes Defensivverhalten."

Der Coach fügte hinzu: "Er gibt uns eine neue taktische Flexibilität und verfügt über ein hohes Durchsetzungsvermögen auf den Flügeln. Aufgrund seiner Körperlichkeit kann ich mir ihn auch als Zehner oder zweite Spitze vorstellen. Er ist heiß auf die Aufgabe, hat in den Gesprächen deutlich gemacht, sofort beim SVS loslegen zu wollen."

Lange Zeit hatte Esswein noch auf ein weiteres Engagement in der 1. Bundesliga gehofft. 

Dazu ist es nun nicht gekommen, was ehrlicherweise auch nicht verwundert. Denn obwohl der 13-fache deutsche U21-Nationalspieler sich dort die vergangenen Jahre hielt, konnte er sich auf keiner Station dauerhaft durchsetzen.

Hertha BSC ließ seinen Vertrag deshalb wenig überraschend zum 30. Juni auslaufen. Denn in seiner Vita stehen zwar stolze 196 Einsätze in Deutschlands Fußball-Eliteklasse, aber nur 14 Tore und 15 direkte Vorlagen. Das ist für einen Offensivmann mit seinen Anlagen deutlich zu wenig!

Alexander Esswein dürfte beim SV Sandhausen regelmäßig zum Einsatz kommen

Ex-Dynamo Alexander Esswein (30) hat sich dem SV Sandhausen angeschlossen.
Ex-Dynamo Alexander Esswein (30) hat sich dem SV Sandhausen angeschlossen.  © Lutz Hentschel

Deshalb dürfte es für alle Seiten eine gute Entscheidung sein, dass sich Esswein dem SVS angeschlossen hat.

Schließlich hat sich der Klub zu einem etablierten Zweitligisten entwickelt, der mit viel Fußballsachverstand die Nachteile des Standortes wieder wettmacht. Esswein dürfte gesetzt sein und endlich wieder regelmäßig von Beginn an auflaufen.

Das müsste im Normalfall sowohl Sandhausen, als auch ihm selbst helfen. So kann der pfeilschnelle Flügelflitzer wieder Fuß fassen und seine Quote nach oben schrauben. Denn dass er das Potenzial hat, ein herausragender Zweitliga-Kicker zu sein, ist klar.

Wenn er eine ähnliche Bilanz vorweisen kann, wie in der Saison 2010/11, wo er für Dynamo in der 3. Liga in 31 Spielen 17 Tore erzielte und acht direkte Vorlagen gab, am Ende mit der SGD über die dramatische Aufstiegsrelegation gegen den VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga aufstieg, dann ist allen Beteiligten geholfen.

Dafür muss er allerdings weiterhin an seiner Effektivität vor dem Tor, zielgerichteteren Dribblings und besseren Pässen im letzten Drittel arbeiten. Diese Schwächen führten nämlich dazu, dass er beim 1. FC Nürnberg, FC Augsburg und VfB Stuttgart zwar regelmäßig spielte, aber viel zu selten seine großen Anlagen auf den Platz bringen konnte!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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