Ex-Dynamo Luca Dürholtz schnürt Doppelpack und feiert mit Sinan Tekerci Kantersieg!

Dresden/Mainz - Was für ein Auftritt von Luca Dürholtz (27) und der SV 07 Elversberg! Der Spitzenklub aus der Regionalliga Südwest feierte am 25. Spieltag beim Tabellen-20. TSV Schott Mainz einen 6:0 (3:0)-Kantersieg.

Luca Dürholtz (27, l.) war in seiner ersten Saison Stammkraft bei Dynamo Dresden in der 3. Liga.
Luca Dürholtz (27, l.) war in seiner ersten Saison Stammkraft bei Dynamo Dresden in der 3. Liga.  © Lutz Hentschel

Der Ex-Profi von Dynamo Dresden schnürte dabei einen Doppelpack. Erst verlud er Keeper Tim Hansen (23) vom Elfmeterpunkt mit seinem Schuss in die rechte Ecke zum 3:0 (22. Minute), dann schoss er sogar ein Traumtor.

Patryk Dragon (24) passte die Kugel zu Kevin Koffi (34), der das Leder mit der Hacke in den Lauf des SVE-Kapitäns weiterleitete. Dürholtz behielt die Nerven und überwand Hansen aus 16 Metern per Lupfer wunderschön zum 6:0-Endstand (80.).

Nach diesem klaren Erfolg in Mainz stellt der kleine saarländische Verein den besten Angriff der Liga (57 Tore in 25 Partien) und hat als Dritter nur drei Punkte Rückstand auf den SC Freiburg II und den TSV Steinbach.

Allerdings haben die Breisgauer erst 22 und der TSV 24 Begegnungen absolviert. Zudem befinden sich mit Kickers Offenbach, dem SSV Ulm 1846 und dem FSV Frankfurt drei weitere Vereine mit sehr guten Viertliga-Kadern in Reichweite.

Das Aufstiegsrennen verspricht also noch viel Spannung und Dürholtz ist mittendrin - genauso wie übrigens Sinan Tekerci (27)! Die beiden Ex-Dynamos spielen bereits seit Sommer 2018 gemeinsam beim ambitionierten Klub, verpassten den angestrebten Aufstieg in die 3. Liga in den vergangenen Jahren aufgrund der starken Konkurrenz aber immer wieder.

TSV Schott Mainz gegen SV 07 Elversberg - das komplette Spiel inklusive Doppelpack von Luca Dürholtz

Die SV 07 Elversberg feiert Luca Dürholtz für seine beiden Tore

SV 07 Elversberg verfügt auch in der Breite über einen starken Viertliga-Kader mit Potenzial für mehr

Sinan Tekerci (27, l.) und Luca Dürholtz (27.) spielten zwei Jahre gemeinsam bei Dynamo Dresden, nun befinden sie sich bereits in ihrer dritten gemeinsamen Saison bei der SV 07 Elversberg.
Sinan Tekerci (27, l.) und Luca Dürholtz (27.) spielten zwei Jahre gemeinsam bei Dynamo Dresden, nun befinden sie sich bereits in ihrer dritten gemeinsamen Saison bei der SV 07 Elversberg.  © Lutz Hentschel

Elversberg müsste eine lang anhaltende Siegesserie hinlegen, um am 40. und 41. Spieltag mit einer echten Aufstiegschance in die direkten Duelle mit Steinbach und Freiburg II zu gehen.

Die Qualität dafür hat der Kader allemal.

Das belegt auch Tekercis Rolle. Der flinke Flügelflitzer wurde von Trainer Horst Steffen (51) zuletzt oft nur eingewechselt. Allerdings hat er in 20 Partien auch erst zweimal getroffen und drei Tore vorbereitet, weshalb das durchaus nachvollziehbar ist. So gut wie in den beiden Spielzeiten zuvor ist er nämlich nicht in Form. Auch gegen Mainz wurde er erst in der 65. Minute gebracht.

Das ist bei der Tiefe im Kader aber auch kein Wunder. Mit Kevin Conrad (30) ist ein Ex-Profi des Chemnitzer FC der Abwehrchef, mit Frank Lehmann (31) steht ein langjähriger Drittliga-Keeper im Kasten, im Mittelsturm bilden Koffi (13 Treffer) und Luca Schnellbacher (26, sieben Liga-Tore, drei Vorlagen) ein kongeniales Duo, das vom offensiven Mittelfeldmann Israel Suero (26, 24 Einsätze, elf Buden, sechs Assists) hervorragend ergänzt wird.

Angeführt wird das Team allerdings von Dürholtz, der nicht nur der Kapitän ist, sondern auch Leistungsträger, was sieben Treffer in 25 Liga-Partien belegen. Ohnehin ist es verwunderlich, dass der bei Bayer 04 Leverkusen ausgebildete zentrale Mittelfeldspieler schon so lange im Saarland spielt, obwohl er in seiner jetzigen Verfassung vielen Drittligisten mit seinen Fähigkeiten weiterhelfen könnte.

Siegtor von Sinan Tekerci für Dynamo Dresden gegen den FC Energie Cottbus

Sinan Tekerci schoss Dynamo Dresden gegen den FC Hansa Rostock zum Heimsieg

Luca Dürholtz und Sinan Tekerci verloren unter Uwe Neuhaus jeweils ihren Stammplatz

Dynamo-Aufstiegsfeier am 16. April 2016! Luca Dürholtz (27, v.l.), Sinan Tekerci (27, v.2.v.l.), Tom Hagemann (26, v.2.v.r.) und Niklas Kreuzer (28) machen Party mit den Fans.
Dynamo-Aufstiegsfeier am 16. April 2016! Luca Dürholtz (27, v.l.), Sinan Tekerci (27, v.2.v.l.), Tom Hagemann (26, v.2.v.r.) und Niklas Kreuzer (28) machen Party mit den Fans.  © Lutz Hentschel

Das wies er als junger Spieler auch in Dresden nach. Hier avancierte er nach seinem Wechsel im Sommer 2014 unter Trainer Stefan Böger (54) und später Peter Nemeth (48) auf Anhieb zur Stammkraft und kam bereits in seiner ersten Profisaison auf wettbewerbsübergreifend 37 Einsätze (zwei Tore, sechs Vorlagen).

Unter Uwe Neuhaus (61) verlor er seinen Platz im zentralen Mittelfeld dann allerdings und spielte sogar nur viermal in der Aufstiegssaison 2015/16. Anschließend verließ er den Verein und schloss sich Holstein Kiel an, wo er erst nur Ergänzungsspieler war und in seinem zweiten Jahr fast gar nicht mehr berücksichtigt wurde. Deshalb schloss er sich Elversberg an und hat sich hier gut entwickelt.

Tekercis Karriere verlief ähnlich. Nach seinem Wechsel im Sommer 2014 vom 1. FC Nürnberg II nach Dresden war auch er gesetzt (37 Spiele, fünf Tore, vier Vorlagen), traf unter anderem gegen den FC Energie Cottbus am 13. Dezember 2014 nach Lupfpass von Justin Eilers (32) zum entscheidenden 1:0 und erzielte auch beim 2:1 am letzten Spieltag gegen den FC Hansa Rostock nach Flachpass von Marvin Stefaniak (26) den Siegtreffer.

Unter Neuhaus kam er anfangs noch deutlich häufiger zum Einsatz, verlor seinen Stammplatz zum Saisonende hin aber und schloss sich nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga dem SC Preußen Münster an, wo er wieder zu alter Stärke zurückfand. Beim FSV Zwickau kam er in der Folgesaison hingegen nur auf zehn Einsätze, weshalb auch er für Spielpraxis einen Schritt zurückging. Ob den beiden Ex-Dynamos der Aufstieg in die 3. Liga nun wohl gelingen wird?

Titelfoto: Lutz Hentschel

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