Ex-Dynamo-Relegationsheld Idir Ouali erzielt endlich sein erstes Saisontor!

Dresden - Sportliche Erlösung für Idir Ouali (32)! Der einstige Relegationsheld von Dynamo Dresden hat endlich sein erstes Saisontor erzielt!

Tiefe Trauer: Idir Ouali (32, l.) stieg 2014 mit Dynamo Dresden nach dem 2:3 gegen Arminia Bielefeld aus der 2. Bundesliga ab.
Tiefe Trauer: Idir Ouali (32, l.) stieg 2014 mit Dynamo Dresden nach dem 2:3 gegen Arminia Bielefeld aus der 2. Bundesliga ab.  © Imago images/Picture Point

Der Flügelflitzer spielt mittlerweile in der ersten zypriotischen Liga für Ethnikos Achnas und traf in der Abstiegsrunde gegen Nea Salamina Famagusta zum 2:0-Endstand.

Bei einem Konter sprintete er gegen die weit aufgerückten Gastgeber aus der eigenen Hälfte los, wurde nicht entscheidend attackiert, zog aus 18 Metern zentraler Position ab und hatte Glück, dass Nea-Kapitän Kypros Christoforou (27) seinen Ball entscheidend abfälschte, sodass er sich per Bogenlampe über Salamina-Keeper Robert Veselovsky (35) ins Tor senkte.

Zuvor hatte Ouali bereits mit einem Schlenzer den Pfosten getroffen (52.). Nach seinem Treffer sank der Franzose mit algerischen Wurzeln erleichtert auf die Knie.

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Wenig verwunderlich, war dieser Dreier doch ganz wichtig für ihn und seinen Klub. Schließlich ist Achnas Drittletzter von acht Mannschaften in der Abstiegsrunde und hat durch diesen Erfolg wieder ein wenig Boden gutgemacht.

Hier kann sich der Linksaußen noch einmal in den Fokus spielen. Schließlich stand der frühere Bundesliga-Profi des SC Paderborn 07 in der Vorrunde noch beim türkischen Erstligisten Hatayspor unter Vertrag. Beim Überraschungsteam der Süper Lig (aktuell Tabellensechster) war er aber außen vor und durfte nur im Pokal zweimal spielen.

Idir Oualis Tor für Ethnikos Achnas gegen Nea Salamina Famagusta im Highlight-Video

Ethnikos Achnas hatte Idir Ouali Anfang Januar vom türkischen Erstligisten Hatayspor verpflichtet

Dynamos Relegationssieg 2013 gegen den VfL Osnabrück im Video - inklusive Tor und Vorlage von Ouali

Idir Ouali hielt Dynamo Dresden 2013 in der 2. Bundesliga

Großer Jubel: Idir Ouali (32) war 2013 mit einem Tor und einer Vorlage der Dynamo-Held des Relegationsrückspiels gegen den VfL Osnabrück.
Großer Jubel: Idir Ouali (32) war 2013 mit einem Tor und einer Vorlage der Dynamo-Held des Relegationsrückspiels gegen den VfL Osnabrück.  © Imago images/Picture Point

Viel zu wenig für Ouali, der auf Zypern nun wieder unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger ist, seine Erfahrung einbringen kann.

Schließlich spielte er schon in Belgien für Excelsior Mouscron und KV Kortrijk, in Frankreich für Le Mans UC 72 und in Deutschland für Paderborn und natürlich Dynamo.

Bei der SGD stand er von 2012 bis 2014 unter Vertrag, absolvierte 68 Einsätze, erzielte neun Tore und gab 13 Vorlagen. Hier war er bekanntlich Teil der französisch sprechenden Fraktion um Mickaël Poté (36), Anthony Losilla (35), Romain Brégerie (34), Cheikh Guèye (34) und Lynel Kitambala (32).

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In der Zittersaison kam Ouali 32 Mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz (fünf Tore, vier Vorlagen) und hatte in der Relegation entscheidenden Anteil am Dresdner Klassenerhalt.

Nach dem 0:1 im Hinspiel beim VfL Osnabrück gewann Dynamo das Rückspiel bekanntlich mit 2:0 - Ouali legte den Führungstreffer von Cristian Fiél (41) auf und netzte nach Pass von Tobias Kempe (31) zum Endstand ein, durch den das Rudolf-Harbig-Stadion explodierte und die Schwarz-Gelben die Klasse hielten. In der Folgesaison glänzte er beim 3:2-Sieg am 30. November 2013 gegen den 1. FC Kaiserslautern mit zwei Vorlagen und einem Treffer, auch zum 4:2-Erfolg gegen den TSV 1860 München am 14. April 2014 steuerte er eine Bude und einen Assist bei.

Dennoch konnte auch er den bitteren Abstieg nach dem 2:3 gegen Arminia Bielefeld nicht verhindern. Sein Potenzial war zwar groß und seine Anlagen sehr gut, doch er rief all das zu selten ab und war vor dem gegnerischen Kasten oft nicht kaltschnäuzig genug. Dennoch wird Ouali auf ewig vor allem mit der erfolgreich bestrittenen Relegation in Verbindung gebracht werden.

Titelfoto: Imago images/Picture Point

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