Ex-Dynamo Hoßmang nach Schlaganfall zurück auf wackligem Trainerstuhl! Nun das Endspiel?

Dresden/Magdeburg - Viel mehr Sachsen geht nicht: In Hoyerswerda geboren, für Dynamo Dresden Bundesliga und Regionalliga gespielt, später beim damaligen Lokalrivalen DSC angeheuert, Budissa Bautzen und den VFC Plauen trainiert. 

Ein Blick zurück? Für Ex-Dynamo Thomas Hoßmang (53) gilt es, mit dem FCM nach vorn zu schauen.
Ein Blick zurück? Für Ex-Dynamo Thomas Hoßmang (53) gilt es, mit dem FCM nach vorn zu schauen.  © picture point/Sven Sonntag

Am Samstag (14 Uhr) kommt Thomas Hoßmang (53) zurück in den Freistaat, gastiert bei Dynamo - als Trainer des 1. FC Magdeburg.

Und: Danach könnte es für den 53-Jährigen schon richtig eng werden. Derzeit werden Trainerstühle übertrieben formuliert nur noch mit drei Beinen hergestellt oder wie Dynamos Aufsichtsrat "Dixie" Dörner neulich anmerkte: "Hier purzeln die Trainer schon wieder wie die Hasen". 

Jede Spielklasse hat schon mindestens einen Übungsleiter hinaus komplimentiert. Die Medien in Sachsen-Anhalt spekulieren nun auch über Hoßmang. Ein Endspiel sei es für ihn nach zwei 0:2-Pleiten und einem Remis - ausgerechnet in Dresden.

Für Dynamo debütierte er 1994 im Alter von 27 Jahren in der Bundesliga, 18 Partien stehen in seiner Vita. Nach dem Zwangsabstieg blieb er ein Jahr, ehe "Hossi" nach Cottbus wechselte. 

Dort feierte er 1997 mit dem DFB-Pokalfinale (0:2 gegen den VfB Stuttgart) und dem Zweitliga-Aufstieg große Erfolge. 

1999 kehrte er nach Dresden zurück - zum DSC. Er blieb bis 2003. 

Thomas Hoßmang erlitt vor drei Jahren einen Schlaganfall

Thomas Hoßmang (53) ist nach seinem Schlaganfall wieder völlig gesund.
Thomas Hoßmang (53) ist nach seinem Schlaganfall wieder völlig gesund.  © Swen Pförtner/dpa

Ist die Partie deshalb etwas Besonderes? "Ganz ehrlich, 17 Jahre später spielt das keine Rolle mehr. Aber ich weiß, Duelle zwischen den beiden Vereinen sind immer etwas Besonderes", sagte Hoßmang neulich der Sächsischen Zeitung.

Das Rudolf-Harbig-Stadion hat er schon lange nicht mehr betreten. "Müsste in der Saison 2018/19 gewesen sein. Thomas Dathe, der mich als DSC-Präsident 1999 nach Dresden holte und zu dem ich immer noch ein gutes Verhältnis habe, hatte mich eingeladen", so Hoßmang.

Am Samstag kommt er mit Magdeburg wieder. Dort war er seit 2014 Nachwuchsleiter. Am 10. Juni wurde er Nachfolger von "Pele" Wollitz als Coach, erst interimsweise, dann fest, weil er den Klub vor dem zweiten Abstieg in Folge bewahrte.

Dass er nochmals Cheftrainer wurde, überraschte etwas, schließlich hatte Hoßmang vor drei Jahren einen Schlaganfall. 

"Ich saß im Auto, fuhr nach Magdeburg und telefonierte über die Freisprechanlage. Plötzlich merkte ich, wie mir die Sprache verloren ging und ich nur noch lallte", so Hoßmang zu diesem Tag.

Inzwischen ist er wieder völlig gesund. Zwangsvoraussetzung für einen Job auf dem Schleudersitz.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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