Ex-Dynamos Esswein und Schmidt mit Sandhausen in der Krise: 2:3-Heimpleite nach 2:0-Führung!

Sandhausen - Was für ein niederschmetternder Spielverlauf! Die beiden Ex-Angreifer von Dynamo Dresden, Alexander Esswein (30) und Patrick Schmidt (27), führten mit dem SV Sandhausen am Samstag in der 2. Bundesliga mit 2:0 und waren an je einem Tor beteiligt.

Die Vorentscheidung? Leider nicht, muss man aus Sicht von Patrick Schmidt (27) sagen! Zwar traf der Ex-Dynamo-Stürmer hier zum 2:0 für den SV Sandhausen, verlor mit seinem Team gegen den KSC aber noch mit 2:3.
Die Vorentscheidung? Leider nicht, muss man aus Sicht von Patrick Schmidt (27) sagen! Zwar traf der Ex-Dynamo-Stürmer hier zum 2:0 für den SV Sandhausen, verlor mit seinem Team gegen den KSC aber noch mit 2:3.  © Uwe Anspach/dpa

Doch nach der Pause drehte der gut aufgelegte Gegner Karlsruher SC die Partie und gewann am Ende noch mit 2:3. Dadurch liegt der SVS weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz 16, könnte am heutigen Sonntag aber auf Rang 17 zurückfallen, sofern Eintracht Braunschweig beim VfL Bochum gewinnt.

Obwohl Sandhausen personell einen namhaften Kader beisammen hat, läuft es nicht rund. Trotz Esswein, Kapitän Dennis Diekmeier (31), Diego Contento (30), Kevin Behrens (30), Daniel Keita-Ruel (31) und eben Schmidt fehlen dem kleinen Verein erkennbar die letzten paar Prozentpunkte, wirkt die Mannschaft nicht wie eine verschworene Einheit, wie man es sonst vom SVS gewohnt war.

Gerade von Esswein hatte man sich deutlich mehr versprochen. Der 196-fache Bundesliga-Spieler kommt in bislang 15 Einsätzen aber lediglich auf ein Tor und gab gegen den KSC seine zweite Vorlage, wirkt aber nicht wirklich griffig und weit von seiner Bestform entfernt.

SV Darmstadt 98 schnappt sich Ex-Dynamo-Co-Trainer Ovid Hajou
Dynamo Dresden SV Darmstadt 98 schnappt sich Ex-Dynamo-Co-Trainer Ovid Hajou

Dennoch bereitete der frühere Dynamo-Aufstiegsheld mit einem perfekt getimten Pass das 1:0 von Sturmtank Behrens vor (30. Minute), der zehn Minuten später wiederum selbst für Schmidt das 2:0 auflegte.

Der wuchtete das Leder mit einem knallharten Distanzschuss in die linke Ecke und bedankte sich bei seinem Sturmkollegen, mit dem er schon beim 1. FC Saarbrücken zusammenspielte und die Regionalliga Südwest rockte. Doch die Freude über das erste Tor für seinen neuen Klub währte nur kurz.

Ex-Dynamo-Angreifer Patrick Schmidt und Alexander Esswein gegen den KSC als SVS-Flügelzange

Alexander Esswein (30) bereitete den SVS-Führungstreffer gekonnt vor, konnte die Niederlage seiner Mannschaft aber auch nicht verhindern.
Alexander Esswein (30) bereitete den SVS-Führungstreffer gekonnt vor, konnte die Niederlage seiner Mannschaft aber auch nicht verhindern.  © IMAGO Images/ foto2press

Denn Sandhausen steckt nach dieser bitteren Pleite mehr denn je im Abstiegsstrudel. Nun müssen die erfahrenen Akteure von Trainer Michael Schiele (42) endlich Verantwortung übernehmen, Mentalität beweisen, vorangehen und das Team mitreißen.

Denn nur zwei Siege aus acht Spielen im Jahr 2021 sind viel zu wenig, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Obwohl der SVS mit Behrens und Keita-Ruel über zwei herausragende Zweitliga-Stürmer verfügt, die jeweils schon sieben Saisontore auf dem Konto haben, liehen die Verantwortlichen im Winter auch noch Schmidt aus, der unter seinem Namensvetter Frank (47) beim 1. FC Heidenheim nur unregelmäßig spielte.

In der vergangenen Saison kämpfte der Sachsenderby-Doppeltorschütze noch (erfolglos) mit Dresden gegen den Abstieg, nun will er es in Sandhausen besser machen. Sein erster Treffer im vierten Einsatz dürfte ihm da Auftrieb geben. Zumal er ihn als rechter Flügelspieler erzielte, während Esswein die andere Seite beackerte - Schiele bot also eine Ex-Dynamo-Flügelzange auf!

Das alleine wird jedoch nicht reichen. Denn das Torverhältnis von 24:42 nach 21 Partien spricht Bände. Sandhausen muss hinten kompakter stehen, darf nicht so viele Fehler machen und muss vorne torgefährlicher werden. Ansonsten droht Schmidt der zweite Abstieg in Folge und Esswein nach mehreren enttäuschenden Erstliga-Jahren ein weiteres Negativerlebnis.

Titelfoto: IMAGO Images/ foto2press

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: