Entscheidung zu Rassimus-Vorwurf gegen Dennis Erdmann vertagt: "Unfassbar belastend"!

Deutschland - Es ist noch keine Entscheidung im Fall Dennis Erdmann (30) getroffen worden! Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat die Entscheidung über die vom 1. FC Magdeburg erhobenen Rassismus-Vorwürfe vertagt.

Dennis Erdmann (30) wies die Anschuldigungen der Magdeburger Spieler von sich.
Dennis Erdmann (30) wies die Anschuldigungen der Magdeburger Spieler von sich.  © dpa/Uwe Anspach

Die Verhandlung werde am kommenden Donnerstag (14.00 Uhr) fortgesetzt, teilte das dreiköpfige Gremium unter Leitung von Stephan Oberholz am Donnerstag nach einer dreieinhalbstündigen Sitzung mit.

"Wir werden das Verfahren dann hoffentlich zum Abschluss bringen", sagte Oberholz. Erdmann ist bis zur Verkündung des Urteils vorerst gesperrt.

Der Innenverteidiger soll am 25. August in der Partie 1. FC Saarbrücken gegen 1. FC Magdeburg (2:1) mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt haben.

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Diese Anschuldigung bekräftigten die als Zeugen geladenen FCM-Profis Baris Atik (26), Sirlord Conteh (25), Leon Bell (24) und Amara Conde (24) vor dem Sportgericht.

"Ich habe das in dieser Heftigkeit noch nie erlebt", berichtete Conde. Er selbst sei nicht beschimpft worden, habe aber "einiges mitbekommen". Erdmann solle nach den Zeugenaussagen Gelegenheit bekommen "noch mal das Videomaterial zu sichten und weitere Beweisanträge zu stellen", begründete Oberholz die Unterbrechung der Verhandlung.

"Gleichwohl sieht das Sportgericht hinreichende Verdachtsmomente, dass der Spieler rassistische Äußerungen auf dem Platz ausgesprochen hat, sodass eine vorläufige Sperre angebracht ist."

Dennis Erdmann zu den Anschuldigungen: "Für mich ist das unfassbar"!

Baris Atik (26) wirft Dennis Erdmann (30) als einer von mehreren FCM-Spielern rassistische Beleidigungen vor.
Baris Atik (26) wirft Dennis Erdmann (30) als einer von mehreren FCM-Spielern rassistische Beleidigungen vor.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der telefonisch zugeschaltete Schiedsrichter Robert Kampka (39) erklärte, dass er rassistische Beleidigungen in der hitzigen Partie "aus eigener Wahrnehmung nicht mitbekommen" habe.

Er sei auch während und nach dem Spiel von Magdeburger Seite nicht auf entsprechende Vorfälle angesprochen worden - weder von Spielern noch Verantwortlichen.

Erdmann wies in der Verhandlung alle Anschuldigungen energisch zurück. "Für mich ist das unfassbar. Ich bin kein Mensch, der zwischen Herkunft und Hautfarbe unterscheidet", sagte der Defensivspieler und beteuerte: "Ich habe niemals jemanden rassistisch beleidigt und würde das auch niemals tun."

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Erdmanns Rechtsbeistand Horst Kletke hatte eine Vertagung beantragt, um weitere Beweise zu sichten, da die Angelegenheit seiner Ansicht nach nicht aufgeklärt werden konnte. Zu Beginn der Verhandlung hatte Kletke von zahlreichen Hass-Mails gegen Erdmann berichtet.

"Ich bin ein mental starker Spieler", sagte Erdmann. "Aber die vergangenen Tage waren unfassbar belastend für mich und meine Familie."

Titelfoto: PICTURE POINT/Roger Petzsche/dpa/Uwe Anspach

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