Ex-Dynamo Jannik Müller erreicht nach 8-Tore-Spektakel nächste Euro-League-Quali-Runde!

Dunajská Streda (Slowakei) - Eine wahre Nervenschlacht! Nachdem Jannik Müller und der DAC Dunajská Streda sich in der ersten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den isländischen Vertreter FH Hafnarfjörður (2:0) durchgesetzt hatten, folgte in der zweiten Runde ein deutlich anspruchsvollerer Gegner.

Jannik Müller (vorne links) spielte vier Jahre für Dynamo Dresden. Nun ist er nur noch zwei Runden von der Europa-League-Gruppenphase entfernt.
Jannik Müller (vorne links) spielte vier Jahre für Dynamo Dresden. Nun ist er nur noch zwei Runden von der Europa-League-Gruppenphase entfernt.  © Florian Petrow / Pool/ Picture Point

Der FK Jablonec, der in der Vorsaison Vierter in der tschechischen Liga geworden war, musste sich dem DAC jedoch nach einer mitreißenden Partie geschlagen geben.

Denn am Ende gewann Müller, der vergangene Saison noch mit Dynamo Dresden aus der 2. Bundesliga abgestiegen war, mit seinem neuen Verein mit 5:3 nach Verlängerung. In dieser Begegnung wogte das Geschehen wirklich hin und her. 

Dunjaská Streda ging nach einem herrlichen Lupfer des kroatischen Mittelstürmers Marko Divkovic früh mit 1:0 in Führung (6. Minute), ehe Jablonec die Partie drehte. Erst erzielte der tschechische Nationalspieler Jaroslav Zeleny den 1:1-Ausgleich (25.), dann traf ausgerechnet der slowakische Nationalstürmer Ivan Schranz gegen seine Landsmannen und erzielte das 2:1 für den FK (56.).

Erneut Divkovic besorgte das 2:2 (65.), dann war es wieder Schranz, der vom Elfmeterpunkt das 3:2 für die Gäste markierte. Doch erst traf der moldawische Nationalspieler Ion Nicolaescu in der regulären Spielzeit zum 3:3 (85.) und in der Verlängerung dann zum 4:3 (96.).

Für die Entscheidung sorgte der 51-fache Nationalspieler Panamas, Eric Davis, mit seinem Tor zum 5:3 (114.). Für Müller und auch Kapitän Zsolt Kalmar, der einst für RB Leipzig spielte, war dies ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in die Europa-League-Gruppenphase.

Highlight-Video von DAC Dunjaská Streda gegen FK Jablonec

Jannik Müller und DAC Dunjaská Streda träumen von der Europa-League-Gruppenphase

Ex-Dynamo Jannik Müller tritt mit Dunjaská Streda am Donnerstag beim österreichischen Vertreter Linzer ASK an.
Ex-Dynamo Jannik Müller tritt mit Dunjaská Streda am Donnerstag beim österreichischen Vertreter Linzer ASK an.  © Picture Point / Gabor Krieg

Allerdings haben Müller und Dunjaská Streda noch zwei Runden zu überstehen - und in denen wird es nicht leichter! 

Als Nächstes muss man nämlich am Donnerstag (20.30 Uhr) auswärts in Österreich beim Linzer ASK antreten, der in der vergangenen Liga-Saison Vierter wurde, vor allem aber in Europa für Furore sorgte und in einer Gruppe mit Sporting Lissabon, der PSV Eindhoven und Rosenborg Trondheim sensationell Erster wurde. 

Sollte der DAC dort weiterkommen, wäre das eine kleine Sensation! Denn der LASK startete auch gut in die neue Spielzeit und siegte gegen den FK Austria Wien mit 1:0. Würde sich Dunjaská Streda durchsetzen, müsste man im Play-off auswärts beim Gewinner der Partie FC Aberdeen gegen Sporting Lissabon antreten.

Hier würde es aller Voraussicht nach gegen den portugiesischen Spitzenklub gehen, der erneut einen starken Kader beisammen hat. Für Müller, Kalmar, den Ex-Herthaner Sidney Friede und den deutschen Coach Bernd Storck wäre es ein absolutes Karriere-Highlight, wenn man sich in diesen zwei Partien jeweils durchsetzen könnte. Denn man geht als klarer Außenseiter ins Spiel, hat aber viel Rückenwind. 

Der DAC gewann nämlich nicht nur die beiden Qualifikationsspiele, sondern auch alle sechs Liga-Partien bei einem Torverhältnis von 21:5 und ist damit noch vor Slovan Bratislava, wo mit Ondrej Petrak ein weiterer Ex-Dynamo spielt, die aktuell beste Mannschaft der Slowakei. Bratislava musste in der Euro-League-Quali übrigens schon die Segel streichen. Beim finnischen Vertreter Kuopion Palloseura setzte es im Elfmeterschießen eine 4:5-Pleite.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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