Ex-Dynamo Markus Schubert hält im ersten Liga-Spiel im Ausland die Null und feiert Auftaktsieg

Dresden/Zwolle - Er ist bei Vitesse Arnheim die neue Nummer eins! Für Markus Schubert (23) hat sich der Wechsel in die niederländische Eredivisie bislang gelohnt.

Markus Schubert (23) spielte insgesamt acht Jahre für Dynamo Dresden.
Markus Schubert (23) spielte insgesamt acht Jahre für Dynamo Dresden.  © Lutz Hentschel

Der frühere Keeper von Dynamo Dresden wurde in diesem Sommer ablösefrei vom FC Schalke 04 in Deutschlands westliches Nachbarland abgegeben, weil er bei den Knappen keine Chance auf Spielpraxis gehabt hätte.

Bei Arnheim hat er sich nun durchgesetzt, am Sonntagnachmittag im ersten Liga-Spiel den ersten Sieg gefeiert und besonders schön: Die Null gehalten! Vitesse gewann bei PEC Zwolle nämlich mit 1:0 und startete gut in die Eredivisie.

Zuvor hütete der gebürtige Freiberger schon in der 3. Runde der Europa-Conference-League-Qualifikation gegen den irischen Vertreter Dundalk FC den Kasten seines neuen Vereins.

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Dabei war Schubert die fehlende Spielpraxis in einigen Szenen anzumerken, während er andererseits auch gute Paraden zeigte und bei den Gegentoren machtlos war.

Am Ende zitterte er sich mit seiner Mannschaft beim kampfstarken Kontrahenten weiter. Nach einem 2:2 im Hinspiel gewann Arnheim auswärts mit 2:1 und zog in die Playoffs ein, wo an den beiden kommenden Donnerstagen mit dem belgischen Spitzenklub RSC Anderlecht ein harter Gegner wartet.

"Schubi" und Vitesse sind hier klarer Außenseiter, gehen jedoch keineswegs chancenlos, sondern mit Selbstvertrauen in diese beiden K.o-Spiele.

Markus Schubert gewann das Europa-Conference-League-Rückspiel mit Vitesse Arnheim knapp

Im Hinspiel erreichte Vitesse Arnheim gegen den irischen Vertreter Dundalk FC nur ein 2:2

Ex-Aue-Coach Thomas Letsch trainiert Ex-Dynamo Markus Schubert bei Vitesse Arnheim

Der frühere Aue-Coach Thomas Letsch (52) trainiert mittlerweile Vitesse Arnheim und setzt im Tor auf Markus Schubert (23).
Der frühere Aue-Coach Thomas Letsch (52) trainiert mittlerweile Vitesse Arnheim und setzt im Tor auf Markus Schubert (23).  © picture point/Sven Sonntag

Der Neuanfang des talentierten Schlussmanns läuft daher gut an. Er ist raus aus dem Fokus der deutschen Öffentlichkeit und kann in den Niederlanden zeigen, was in ihm steckt und sich hier einen Namen machen.

Durch die stetige Praxis hat er zudem endlich wieder die Chance, sich weiterzuentwickeln. Dabei genießt er das Vertrauen seines deutschen Trainers Thomas Letsch (52), der einst beim FC Erzgebirge Aue tätig war, mittlerweile seit mehr als einem Jahr Arnheim erfolgreich coacht und mit seiner Truppe in der vergangenen Saison auf einem bemerkenswerten vierten Rang einlief - noch vor Feyenoord Rotterdam.

Schubert darf sich in einem Verein beweisen, der im Normalfall erneut in der ersten Tabellenhälfte landen dürfte, vermutlich sogar wieder um die internationalen Plätze mitspielt.

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Hier kann er sich das Selbstvertrauen zurückholen, das ihm in den zurückliegenden zwei Jahren abhandenkam. Er wechselte bekanntlich im Sommer 2019 von Dynamo zu Schalke, was bei vielen Dresdner Fans überhaupt nicht gut ankam, weil er seinen Klub hingehalten hatte und dann ablösefrei verließ.

Nachdem Alexander Nübel (24) am 15. Dezember 2019 die Rote Karte gegen Eintracht Frankfurt sah, feierte Schubert sein Bundesliga-Debüt und hielt die Null. In den kommenden Partien wackelte er jedoch, machte sich selbst zu viel Druck, leistete sich Patzer, verletzte sich und verlor seinen hart erkämpften Platz als Nummer eins der Königsblauen.

Voller Einsatz: Markus Schubert (23, o.) gewann am 1. Spieltag der niederländischen Eredivisie mit Vitesse Arnheim mit 1:0 bei PEC Zwolle.
Voller Einsatz: Markus Schubert (23, o.) gewann am 1. Spieltag der niederländischen Eredivisie mit Vitesse Arnheim mit 1:0 bei PEC Zwolle.  © Imago images/Pro Shots

Zusammenfassung von PEC Zwolle gegen Vitesse Arnheim

So wurde er kurz nach Beginn der Saison 2020/21 an Frankfurt ausgeliehen, wo er hinter Nationalkeeper Kevin Trapp (31) klar die Nummer zwei war und nicht einmal zum Einsatz kam. Nun hat ein neuer Abschnitt in seiner Karriere begonnen. Und wer weiß: Vielleicht zieht Schubert ja in die Europa-Conference-League-Gruppenphase ein?

Titelfoto: Imago images/Pro Shots

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