Ex-Dynamo Schubert kann bei 6-Tore-Spektakel nur zusehen: Ex-Auer mittendrin

Rennes (Frankreich) - Was für eine nervenaufreibende Partie! Vitesse Arnheim hat im Europa-Conference-League-Auswärtsspiel bei Stade Rennes ein wichtiges sowie überraschendes 3:3 (1:2) geholt. Dabei lagen die Gäste zweimal mit zwei Treffern zurück und mussten ohne Stammkeeper Markus Schubert auskommen.

Ex-Dynamo Markus Schubert verpasste Vitesse Arnheims spektakuläres Remis bei Stade Rennes aufgrund seiner Rotsperre.
Ex-Dynamo Markus Schubert verpasste Vitesse Arnheims spektakuläres Remis bei Stade Rennes aufgrund seiner Rotsperre.  © picture point/Sven Sonntag

Der überragende Mann vom französischen Tabellendritten und Gruppen-Spitzenreiter war wieder einmal Gaetan Laborde, der alle drei Tore für Rennes erzielte (1:0, 9. Minute/2:0, 39./3:1, 69.).

Doch Arnheim um den früheren Abwehrmann des FC Erzgebirge Aue, Jacob Rasmussen, schlug immer wieder zurück. Erst verkürzte Daan Huisman auf 1:2 (43.), dann Thomas Buitink auf 2:3 (75.), bevor Unterschiedsspieler Lois Openda zum 3:3 traf (90.).

Das war auch deshalb so ein extrem wichtiger Treffer für die Mannschaft von Ex-Veilchen-Coach Thomas Letsch, weil die Tottenham Hotspur sensationell mit 1:2 bei NS Mura verloren, allerdings auch ab der 32. Minute in Unterzahl spielten.

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Zuvor hatte der slowenische Klub null Punkte und 2:10 Tore auf dem Konto - eine ärgerliche Pleite für die Spurs, die nun am letzten Spieltag gegen Rennes richtig unter Druck stehen!

So hat das vermeintliche Spitzenteam um Coach Antonio Conte und Sturmstar Harry Kane lediglich sieben Zähler gesammelt - ebenso viele wie Arnheim.

Und Vitesse empfängt am 9. Dezember (21 Uhr) zum Gruppenfinale das ausgeschiedene Mura, während Tottenham parallel gegen die bereits qualifizierten Franzosen antreten muss.

Ex-Erzgebirge-Aue-Verteidiger Jacob Rasmussen (oben, 2.v.l.) stand in der Vitesse-Startelf

Sturm-Lebensversicherung Lois Openda traf für Vitesse Arnheim in der 90. Minute zum 3:3-Endstand

Vitesse Arnheim kann international gegen gut besetzte Klubs mithalten

Lois Openda (l.) glich in der letzten Minute der regulären Spielzeit aus und wurde auch von Ex-Auer Jacob Rasmussen (M.) beglückwünscht.
Lois Openda (l.) glich in der letzten Minute der regulären Spielzeit aus und wurde auch von Ex-Auer Jacob Rasmussen (M.) beglückwünscht.  © imago images/PanoramIC

Daher ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Arnheim tatsächlich in die nächste Runde einzieht - dann wohl wieder mit Schubert, der nur fehlte, weil er an der White Hart Lane die Rote Karte gesehen hatte und für eine Begegnung aussetzen musste.

Ansonsten ist der ehemalige Keeper von Dynamo Dresden - trotz zuletzt einiger Fanstimmen gegen sich - unter Letsch gesetzt.

Der bewies in Frankreich übrigens ein goldenes Händchen und wechselte den späteren Torschützen Buitink zur Pause ein. Sein offensiv ausgerichteter Stil trug trotz der drei Gegentreffer auch Rennes Früchte.

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Wieder einmal zeigte Arnheim, dass es auch international mithalten und sogar vermeintlich stärkere Gegner niederringen kann. Zur Erinnerung: In den Playoffs wurde der RSC Anderlecht um Joshua Zirkzee, Benito Raman und Coach Vincent Kompany ausgeschaltet, in der Gruppe wurde vor heimischer Kulisse Tottenham mit 1:0 geschlagen und bei Mura mit 2:0 gewonnen.

Die zwei Niederlagen im Hinspiel gegen Rennes (1:2) und in London (2:3) fielen denkbar knapp aus. Daher darf man gespannt sein, ob den beiden früheren Auern und "Schubi" der Einzug in die nächste Runde glückt.

Titelfoto: imago images/PanoramIC

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