Ex-Dynamo Kutschke nach verpasstem Sieg genervt: "Aufsteigen wollen wir überhaupt nicht"!

Dresden/Ingolstadt - Der Kapitän ärgerte sich! Stefan Kutschke (32) war nach dem enttäuschenden 0:0 seines FC Ingolstadt 04 gegen den abstiegsgefährdeten SV Meppen sichtlich angefressen.

Stefan Kutschke (32, l.) blieb - wie hier beim 0:4 gegen Dynamo Dresden - auch gegen den SV Meppen torlos.
Stefan Kutschke (32, l.) blieb - wie hier beim 0:4 gegen Dynamo Dresden - auch gegen den SV Meppen torlos.  © Lutz Hentschel

Bei MagentaSport wurde der Stürmer der Schanzer gefragt, ob beim FCI der Wurm drin sei. Er verneinte das. Als nachgehakt wurde, brach der Sarkasmus aus Kutschke heraus: "Nein, nein. Aufsteigen wollen wir überhaupt nicht, alles schlecht bei uns. Warum sollte ein Wurm bei uns drin sein? Wir reißen uns die ganze Saison den Arsch auf, jetzt haben wir drei Spiele mal nicht gewonnen. Das wissen wir doch am besten."

Mache es ihm denn nichts aus, dass es nicht so gut laufe? "Wollen wir tauschen?" Der Ärger war ihm anzumerken und ist auch verständlich. Schließlich hat Ingolstadt seinen Vorsprung auf den TSV 1860 München nahezu komplett eingebüßt (nur noch zwei Punkte).

Besonders brisant: Die beiden Konkurrenten treffen am letzten Spieltag aufeinander. Es könnte ein entscheidendes Duell und möglicherweise auch eine Nervenschlacht werden.

Um bis dahin überhaupt noch vor den formstarken Löwen zu liegen, muss die Mannschaft von Trainer Tomas Oral (47) dringend wieder in die Erfolgsspur finden.

Denn nur zwei Zähler aus den vergangenen drei Begegnungen sind für die Ansprüche der Schanzer viel zu wenig. Bereits am Mittwoch (19 Uhr) tritt man beim Kellerkind VfB Lübeck an, das ebenfalls extrem unter Druck steht. Falls die Grün-Weißen den Klassenerhalt doch noch schaffen wollen, muss ein Dreier her.

Ingolstadts Sturmtank Stefan Kutschke wartet seit fünf Spielen auf ein eigenes Tor

Stefan Kutschke (32) reagierte gereizt auf Nachfragen zu der kleinen Krise des FC Ingolstadt 04.
Stefan Kutschke (32) reagierte gereizt auf Nachfragen zu der kleinen Krise des FC Ingolstadt 04.  © imago images/Zink

Daher dürfte auch dieses Duell mit einem Team, für das es noch um alles geht, nicht gerade leicht für Ingolstadt werden, das momentan zu viele Chancen liegen lässt.

Darauf angesprochen zeigte sich Kutschke selbstkritisch: "Ich nehme das auf meine Kappe. Kurz vor der Pause, das muss der Führungstreffer sein", sagte er zu der Szene, in der er an einer scharfen Hereingabe vorbeigegrätscht hatte (45.). Der gebürtige Dresdner führte genervt weiter aus: "Bevor ich mir die ganze Woche von Euch was anhören muss, mache ich das jetzt gleich hier."

Der 1,94 Meter große Sturmtank wartet seit seinem Doppelpack am 13. März gegen den SV Wehen Wiesbaden auf einen eigenen Treffer. Zuletzt blieb der FCI-Führungsspieler fünfmal in Folge torlos.

Ihm fehlt momentan das nötige Quäntchen Glück. Doch elf Treffer und vier Vorlagen in 27 Liga-Einsätzen belegen, welche Qualitäten er hat. Die Schanzer müssen nun hoffen, dass sich der Knoten ihres Kapitäns bald löst. Ansonsten wird es im Saisonendspurt ganz eng für Orals Mannen, die nach der Partie in Lübeck den FSV Zwickau empfangen.

Dann kommt es am 4. Mai (19 Uhr) zum Gipfeltreffen beim FC Hansa Rostock. Dieses Top-Spiel wirft so langsam seinen Schatten voraus.

Titelfoto: imago images/Zink

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