Dynamo: Hannover will trotz Corona-krankem Hübers spielen!

Dresden/Hannover - Das Geisterspiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden ist das eine, das stand schon am Dienstagabend so gut wie fest. Am Mittwoch um 12.30 Uhr war es amtlich.

Die leere HDI-Arena in Hannover von oben. Leer wird es am Sonntag auf alle fälle bleiben, die Partie gegen Dresden wird ein Geisterspiel - wenn überhaupt gespielt wird.
Die leere HDI-Arena in Hannover von oben. Leer wird es am Sonntag auf alle fälle bleiben, die Partie gegen Dresden wird ein Geisterspiel - wenn überhaupt gespielt wird.  © imago images/blickwinkel

30 Minuten später schlug dann die Bombe ein: Mit 96-Kicker Timo Hübers hat sich der erste Profi mit dem Coronavirus infiziert (TAG24 berichtete). Die Niedersachsen wollen - Stand jetzt - trotzdem spielen.

Was alle in der Branche seit Tagen befürchtet haben, ist damit plötzlich Realität - die Folgen für den gesamten Spielbetrieb sind noch nicht abzusehen. 

Während sich Hübers zurzeit in häuslicher Quarantäne befindet, herrscht bei seinem Klub der Ausnahmezustand. Der komplette Kader des Zweitligisten sowie das Trainerteam um Kenan Kocak werden vorsorglich auf das Virus getestet.

96 geht allerdings davon aus, dass sich Hübers erst "am Samstagabend bei einer Veranstaltung in Hildesheim infizierte" habe, wie es in einer Vereinsmitteilung hieß. 

Seit "der Ansteckung, die exakt eingrenzbar ist", soll Hübers "keinen Kontakt zu seinen Mannschaftskollegen" gehabt haben, weshalb "nicht davon auszugehen" sei, dass "sich Mitspieler bei ihm infiziert haben".

Dynamo Dresden hält Geisterspiel für richtig, um "Tempo der Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen"

96-Kicker Timo Hübers ist der erste deutsche Fußballprofi, der mit dem Coronavirus infiziert ist. Er ist in Quarantäne.
96-Kicker Timo Hübers ist der erste deutsche Fußballprofi, der mit dem Coronavirus infiziert ist. Er ist in Quarantäne.  © imago images/Zink

Hübers habe "sich absolut vorbildlich verhalten. Er selbst zeigt bis jetzt keinerlei Symptome", sagte Hannovers Sportchef Gerhard Zuber.

"Als er davor erfuhr, dass eine Person, die mit ihm auf der Veranstaltung gewesen war, positiv getestet wurde, meldete er sich direkt beim Arzt und begab sich provisorisch in häusliche Quarantäne."

Der Fall könnte dennoch weitreichende Folgen haben. Am Sonntag empfängt 96 Dynamo. Die Sachsen wollten sich zu neuen Entwicklungen erst einmal nicht äußern. 

"Wir kommentieren das nicht öffentlich", sagt Klubsprecher Henry Buschmann. Derweil teilte 96 mit, dass die Mannschaft ihre Vorbereitung auf die anstehende Partie weiter fortsetzt.

Sollte diese stattfinden, dann eben ohne Fans: "Diese Entscheidung kann nach den Entwicklungen in den vergangenen Tagen keinen mehr wirklich überraschen. Wir sind der Meinung, dass es richtig ist, dass auch der Fußball im Sinne der Gesundheit aller Menschen in unserer Gesellschaft handelt, um das Tempo der Ausbreitung des Coronavirus entsprechend zu verlangsamen", so Dynamos Sportgeschaftsführer Ralf Minge. 

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