Heinz Mörschel: Der Mann aus der Karibik will den Dynamo-Fans mit Toren einheizen

Dresden - Nationalitäten hatte Dynamo Dresden schon etliche im Team, doch mit Heinz Mörschel gibt es eine Premiere: Er wurde in der Dominikanischen Republik geboren, einem Inselstaat in der Karibik. Aufgewachsen ist der 23-Jährige in Frankfurt am Main, doch seinen Urlaub verbringt er aber am liebsten in der DomRep.

Dynamo-Stürmer Heinz Mörschel (23) ist erst vor Kurzem nach Dresden gewechselt, hat sich aber scheinbar schon sehr gut eingelebt - zumindest aus sportlicher Sicht.
Dynamo-Stürmer Heinz Mörschel (23) ist erst vor Kurzem nach Dresden gewechselt, hat sich aber scheinbar schon sehr gut eingelebt - zumindest aus sportlicher Sicht.  © Lutz Hentschel

Eigentlich, so sagt Mörschel, kommt hinter seinen Namen noch ein "jr". Heinz Mörschel jr. - er heißt nämlich wie sein Vater.

"Der ist schon bisschen älter. Meine Mutter wollte, wenn mein Vater irgendwann mal die Welt verlassen muss, dass ich noch irgendwas von ihm bei mir trage. Deshalb Heinz. Daher auch Junior", lacht der Neuzugang aus Uerdingen.

Nach Elbflorenz ist er mit seiner Lebensgefährtin gekommen. "Dresden wird bald meine Heimat, wenn ich hoffentlich zeitnah meine eigenen vier Wände beziehe", sagt er: "Mein Zuhause ist, wo meine Eltern sind, in Frankfurt. Mein Lieblingsreiseort wird die Dominikanische Republik bleiben."

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Das ist absolut zu verstehen: Denn dort gibt es Sonne, immer hohe Temperaturen, Meer und ein deutlich lockereres Feeling als derzeit im kalten, verschneiten Deutschland. Obwohl Mörschel damit gut klar kommt, denn er war noch nicht einmal ein Jahr alt, als er mit seinen Eltern nach Deutschland kam.

"Ich hatte durchaus schon kalte Tage in meinem Leben, ich kann das ab", lächelt der 23-Jährige. Das muss er jetzt auch wieder, denn es soll noch einige Tage so bleiben.

Dynamo-Stürmer Mörschel durfte schon den ersten Derby-Sieg mitfeiern

Karibik-Fan Heinz Mörschel (l.) schirmt den Ball vor Kaiserslauterns Hikmet Ciftci (22) ab, Paul Will (21) beobachtet das Geschehen.
Karibik-Fan Heinz Mörschel (l.) schirmt den Ball vor Kaiserslauterns Hikmet Ciftci (22) ab, Paul Will (21) beobachtet das Geschehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Sportlich eingelebt hat er sich ohnehin schnell. Ein Kurzeinsatz gegen Mannheim, in Magdeburg in der Startelf und gleich das Siegtor erzielt. Danach durfte er erleben, was es heißt, Derby-Siege mit Dynamo zu feiern. Die Mannschaft wurde mit einem Pyro-Spektakel empfangen.

"Das hatte ich so in diesem Ausmaß nicht erwartet, das war schon sehr stark", gibt Mörschel zu.

"Aber ich habe mal mit Kiel in Dresden gespielt, da habe ich schon gewusst, dass hier ganze gute Anhänger dabei sind. Wenn du ein Derby spielst und gewinnst, kann man sich schon vorstellen, dass sie das freut. Ich hätte es aber auch gern gehabt, wenn welche dabei gewesen wären. Dann wäre es nochmal schöner geworden."

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Irgendwann wird Heinz Mörschel jr. das erleben. Vielleicht schon Ende Mai, wenn er den Fans weiter mit Toren einheizt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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