Heute gegen Fürth: Gibt Dynamo die Rote Laterne ab?

Dresden - Die SG Dynamo Dresden ist seit Mitte November Dauerletzter der 2. Bundesliga. Um genau zu sein seit dem 15. Spieltag. Heute Abend kann dies der Geschichte angehören, wenn Dresden das Kleeblatt rupft und im Nachholspiel des 27. Spieltags drei Punkte einfährt. Die Schwarz-Gelben haben wieder alles in eigener Hand - zumindest was Rang 16 angeht.

Zwei, die heute Abend von Beginn an auflaufen könnten, um die Offensive anzukurbeln: Patrick Ebert /r.) und Marco Terrazzino.
Zwei, die heute Abend von Beginn an auflaufen könnten, um die Offensive anzukurbeln: Patrick Ebert /r.) und Marco Terrazzino.  © Lutz Hentschel

Rote Laterne abgeben und punktemäßig zum 16. Karlsruhe aufschließen - beides ist bei voller Punktzahl am Dienstagabend möglich. Wie wichtig ist dieser Fakt für den Kopf? 

"Was wäre wenn, damit darf man sich nicht beschäftigen, dann verlierst du den Fokus. 

Der ist immer auf deiner Leistung", antwortete Dynamo-Chefcoach Markus Kauczinski zur Video-Pressekonferenz am Montag gewohnt ruhig. 

Und alles wieder selbst in der Hand zu haben nach der 0:1-Niederlage des Karlsruher SC in Aue, hilft das zumindest mental? 

"Ja", gibt der 50-Jährige zu: "Wir sind dran, haben den Anschluss hergestellt. Das ist ein besseres Gefühl, als wenn du nach oben schaust, das Gipfelkreuz siehst und nicht weißt, wie du hinkommst."

Mit dem Last-Minute-Sieg in Wiesbaden hat Dynamo den Weg nach oben gefunden. 

Die Truppe will sich nicht mehr davon abbringen lassen, auch wenn einige große Steine auf der Strecke liegen werden."

Harte Gegner warten auf Dynamo, doch wie steht es um die körperliche Verfassung der Dresdner?

Markus Kauczinski vor dem Spiel in Wiesbaden. Da war er in Gedanken, die hat er sich auch für die heutige Partie im eigenen Stadion gegen Fürth gemacht. Jetzt müssen seine Jungs diese nur noch erfolgreich umsetzen.
Markus Kauczinski vor dem Spiel in Wiesbaden. Da war er in Gedanken, die hat er sich auch für die heutige Partie im eigenen Stadion gegen Fürth gemacht. Jetzt müssen seine Jungs diese nur noch erfolgreich umsetzen.  © Halisch/rscp-photo/Pool/Eibner
Dynamo-Coach Markus Kauczinski nimmt seine Spieler mit in die Verantwortung, sie sollen sich mit der Situation auseinander setzen.
Dynamo-Coach Markus Kauczinski nimmt seine Spieler mit in die Verantwortung, sie sollen sich mit der Situation auseinander setzen.  © Lutz Hentschel

Alle noch kommenden sechs Gegner sind harte Brocken, aber auch die körperliche Verfassung ist einer, vielleicht sogar die unberechenbarste Gegner. 

Es ist nun das vierte Spiel im Drei-Tages-Rhythmus. 

"Einige Spieler sind heute noch müde von Samstag", bestätigte der Coach. Deshalb wird er die Blutwerte mitentscheiden lassen, wer heute von Anfang an spielen wird. 

"Aber es geht nicht nur nach Wissenschaft, sondern auch nach Bauchgefühl", so der Coach. 

Heißt, er wird seinen Mannen heute ganz tief in die Augen schauen und dann entscheiden, wer bereits ist für die nächste Etappe hoch zum Gipfelkreuz.

Kauczinski nimmt seine Jungs mit in die Verantwortung, fordert sie: "Wir reden über Verhaltensweisen, darüber wie man Situationen lösen kann. Alles was ich nicht trainieren kann, das müssen wir jetzt anders machen. Daher fordern wir, dass die Jungs sich noch mehr damit auseinandersetzen", erklärte der Dynamo-Coach.

Verzichten muss Kauczinski heute auf den gelb-rot-gesperrten Patrick Schmidt, auf Marco Hartmann, Josef Husbauer, Dzenis Burnic und Justin Löwe. Godsway Donyoh und Florian Ballas sind fraglich. Beide mussten am Montag das Training vorzeitig abbrechen. Wieder dabei sein wird Patrick Ebert, der in Wiesbaden angeschlagen fehlte. 

Titelfoto: Halisch/rscp-photo/Pool/Eibner

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