Heute kickt er für Dynamo, aber die Lilie trägt er im Herzen: Yannick Stark freut sich auf seinen Ex-Klub

Dresden - Papa Jürgen war bei den Bambinis der erste Coach von Yannick Stark (30). Er ist eingefleischter Fan des SV Darmstadt 98 - wie es sich halt für einen Fußballverrückten aus der Stadt in Hessen gehört. Dennoch wird er am Sonntag Dynamo Dresden die Daumen drücken - und damit auch seinem Sohn.

Yannick Stark (30, r.) mit seinem Vater Jürgen - im Trikot des SV Darmstadt. Mittlerweile ist auch der Vater Fan der SG Dynamo.
Yannick Stark (30, r.) mit seinem Vater Jürgen - im Trikot des SV Darmstadt. Mittlerweile ist auch der Vater Fan der SG Dynamo.  © imago sportfotodienst

Für den Dresdner Vize-Kapitän ist der Auftritt am Böllenfalltor eine Rückkehr in seine Heimat. Er ist in Darmstadt geboren, aufgewachsen und hat die Lilie ins Herz eingepflanzt bekommen.

"Da kann ich natürlich nicht sagen, dass es für mich ein Spiel wie jedes andere ist", so der 30-Jährige. Als SV-Profi bestritt er 111 Spiele, stieg 2015 mit Darmstadt in die Bundesliga auf und erzielte elf Tore.

"Ich freu mich auf alles, auf die Atmosphäre, auf die Freunde, auf Bekannte, auf die Familie. Sie werden alle im Stadion sein", fiebert er auf die Partie hin.

Dynamo-Noten gegen den 1. FC Nürnberg: Chris Löwe fällt auf, Julius Kade ab!
Dynamo Dresden Dynamo-Noten gegen den 1. FC Nürnberg: Chris Löwe fällt auf, Julius Kade ab!

Stark hofft auf einen positiven Empfang der Fans, er ist ja dort auch nicht im Zorn weg. Sein Vertrag wurde im Frühjahr 2020 nicht verlängert, er ging nach Dresden.

"Ich konnte mich auch gar nicht von den Anhängern verabschieden. Damals waren ja die Geisterspiele. Das wird schon besonders. Aber in erster Linie steht das Spiel im Vordergrund, darauf werde ich mich voll konzentrieren. Wir wollen sportlich alles geben", sagt er.

Yannick Stark hofft, seinen Eltern einen Dynamo-Sieg zeigen zu können

Das Duell könnte es am Sonntag auch wieder geben: Yannick Stark (30, hinten) gegen Erich Berko (27) - nur halt umgedreht. Stark spielt jetzt für Dresden, Berko für Darmstadt.
Das Duell könnte es am Sonntag auch wieder geben: Yannick Stark (30, hinten) gegen Erich Berko (27) - nur halt umgedreht. Stark spielt jetzt für Dresden, Berko für Darmstadt.  © Lutz Hentschel

Zumindest mit einem Punkt soll die Bilanz von zuletzt zwei Niederlagen am Stück aufgebessert werden.

Seine Eltern werden als alteingesessene Darmstädter ihrem Jungen die Daumen drücken, vor allem Vater Jürgen. "Er ist ja in allererster Linie der größte Fan von mir. Das hoffe ich zumindest", lacht Stark: "Als ich noch beim SV gespielt habe, war das ja gut kombinierbar für ihn. Aber mittlerweile ist er auch sehr begeistert von Dresden."

Seine Eltern kommen sooft es geht in die sächsische Landeshauptstadt. In dieser Saison haben sie mit den Partien gegen Paderborn im Pokal und Hannover zwei siegreiche Spiele ihres Sprösslings gesehen.

Ex-Dynamo Kutschke trifft, steckt mit Ingolstadt vor Aue-Kracher aber weiter tief im Keller fest!
Dynamo Dresden Ex-Dynamo Kutschke trifft, steckt mit Ingolstadt vor Aue-Kracher aber weiter tief im Keller fest!

"Sie haben die Stimmung genossen. Dynamo hat zwei Fans dazugewonnen. Auch am Sonntag. Ich gehe stark davon aus, dass sie Schwarz-Gelb tragen werden", so Stark. Da wäre es doch optimal, wenn sie einen Sieg von Dresden vor der eigenen Haustür sehen könnten.

Der gelang nämlich bei den drei Auftritten der SGD in Hessen noch nicht. 3:3, 0:2 und 0:0 hieß es bisher - Stark stand jedes Mal auf der anderen Seite.

Titelfoto: imago sportfotodienst

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: