HSV strauchelt in Dresden! Glatzels Lupfer reicht gegen mutiges Dynamo nicht

Dresden - Punkteteilung! Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres zeigte der Hamburger SV bei der SG Dynamo Dresden eine sehr durchwachsene Leistung. Folgerichtig reichte es nur zu einem 1:1 (1:0) - dem zehnten Unentschieden in dieser Saison.

Der Hamburger SV und Dynamo Dresden lieferten sich ein umkämpftes Duell. Hier behauptet Dresdens Christoph Daferner (M.) die Kugel gegen Hamburgs Ludovit Reis (l.) und Jonas Meffert.
Der Hamburger SV und Dynamo Dresden lieferten sich ein umkämpftes Duell. Hier behauptet Dresdens Christoph Daferner (M.) die Kugel gegen Hamburgs Ludovit Reis (l.) und Jonas Meffert.  © Lutz Hentschel

Die Tore vor 1000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erzielten Robert Glatzel zum 1:0 für den HSV (37. Minute) und Christoph Daferner zum 1:1 für Dresden (61.).

SGD-Trainer Alexander Schmidt tauschte im Vergleich zur herben 0:3-Klatsche beim FC Ingolstadt 04 vor der Winterpause zweimal: Für Robin Becker (Bank) und Morris Schröter (nicht im Kader) begannen Julius Kade und Neuzugang Vaclav Drchal.

Sein Gegenüber, HSV-Coach Tim Walter, wechselte nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 lediglich einmal: David Kinsombi begann für Bakery Jatta, der nach seiner Corona-Erkrankung zunächst auf der Bank Platz nahm.

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Dynamo Dresden Dynamo-Stürmer Christoph Daferner ist Mister "Unersetzbar"!

Die Hausherren starteten druckvoll in die Partie und kamen in der vierten Minute zum ersten gefährlichen Abschluss: Nach einem Stockfehler von Hamburgs Sechser Jonas Meffert zog Yannick Stark aus rund 17 Metern ab, scheiterte aber an Keeper Daniel Heuer Fernandes.

Nach dieser dicken Gelegenheit beruhigte sich das Geschehen ein wenig. Die Hanseaten versuchten, in ihre Abläufe zu kommen, taten sich gegen das mutige Pressing der Dresdner aber schwer. Die erste leichte Torannäherung durch Kinsombi ließ bis zur 15. Minute auf sich warten.

Auch in der Folge kam von der Walter-Elf offensiv nicht viel. Gegen eine aggressive sowie laufstarke SGD leisteten sich die Rothosen zu viele Abspielfehler und ließen darüber hinaus die nötige Zielstrebigkeit sowie Kreativität vermissen.

Startelf von Dynamo Dresden im Zweitliga-Heimspiel gegen den HSV

Anfangsformation des HSV im Zweitliga-Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden

Robert Glatzel lupft den Hamburger SV gegen Dynamo Dresden in Führung

HSV-Knipser Robert Glatzel (r.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Dynamo Dresden.
HSV-Knipser Robert Glatzel (r.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Dynamo Dresden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Gastgeber machten es im Rahmen ihrer Möglichkeit hingegen gut, standen defensiv kompakt und ließen den HSV nicht zur Entfaltung kommen. Torchancen waren dementsprechend auf beiden Seiten absolute Mangelware.

Wenn es doch mal gefährlich wurde, standen die Dresdner im Mittelpunkt: In der 30. Minute zwang Kade Schlussmann Heuer Fernandes mit einem Schuss aus spitzem Winkel zu einer starken Parade, fünf Minuten später schoss Brandon Borrello Teamkollege Daferner an (35.).

Das erste Mal jubeln durften aber trotzdem die Gäste! Im Stile einer Spitzenmannschaft konterten sie das Heimteam im eigenen Stadion aus: Über Ludovit Reis landete das Leder bei Sonny Kittel, der die Kugel nach vorn trieb und Glatzel bediente. Der Stürmer blieb eiskalt und überwand SGD-Keeper Kevin Broll mit einem feinen Lupfer zum 1:0 (37.).

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Ein Treffer, der sich wahrlich nicht angekündigt hatte, den Hanseaten aber die Pausenführung einbrachte. Diese hätte Kittel in der 42. Minute sogar noch komfortabler gestalten können, der Edeltechniker scheiterte mit seinem Abschluss aber an Broll. So ging es mit dem 1:0 in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt begann mit einer weiteren dicken Möglichkeit für den HSV: Nach einer Ecke landete die Kugel bei Glatzel, dessen Kullerball nur knapp am linken Pfosten vorbeistrich - fast das 2:0 (49.)!

SGD-Knipser Christoph Daferner gleicht gegen den Hamburger SV aus

HSV-Juwel Faride Alidou (r.) trifft Dresdens Vaclav Drchal mit dem Fuß im Gesicht. Der Tscheche wurde zum Glück nicht ernsthaft verletzt.
HSV-Juwel Faride Alidou (r.) trifft Dresdens Vaclav Drchal mit dem Fuß im Gesicht. Der Tscheche wurde zum Glück nicht ernsthaft verletzt.  © Lutz Hentschel

Walter schien nach der schwachen ersten Hälfte seiner Mannschaft in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nun traten die Hamburger deutlich druckvoller und engagierter auf. Erneut Glatzel (54.) und Kapitän Sebastian Schonlau (57.) vergaben weitere Chancen auf den zweiten Treffer.

Mitten in der HSV-Drangphase kamen die Hausherren zum Ausgleich! Ransford-Yeboah Königsdörffer steckte auf Kade durch, dessen Flanke von der linken Seite beim völlig freien Daferner landete. Der ließ sich nicht lange bitten und nickte zum 1:1 ein (61.).

Wenig später hatte Flügelflitzer Königsdörffer gleich zweimal sogar die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am stark reagierenden Heuer Fernandes (69./72.). Die Partie stand nun auf Messers Schneide, beide Teams wollten die drei Punkte.

Kittel fand in der 84. Minute noch einmal in Torwart Broll seinen Meister, der eingewechselte Jatta köpfte zwei Minuten später etwas zu hoch (86.). Viel mehr passierte nicht mehr, sodass es beim schlussendlich leistungsgerechten 1:1 blieb.

Für die SGD geht es am nächsten Sonntag (23. Januar/13.30 Uhr) mit dem Gastspiel bei Hannover 96 weiter, die Rothosen müssen bereits am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) im DFB-Pokal-Achtelfinale beim 1. FC Köln antreten.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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