So kämpft Dynamo um die Mission Klassenerhalt

Dresden - Geben ist in Krisensituationen wichtiger als Nehmen. Helfen, unterstützen, füreinander da sein, das sind derzeit Kriterien, die zählen. Auch für Jannis Nikolaou

Ein Herz für Dynamo: Jannis Nikolaou und seine Kollegen denken in dieser Zeit nicht nur an sich: "Dass wir etwas tun konnten, macht mich glücklich", betont der Deutsch-Grieche.
Ein Herz für Dynamo: Jannis Nikolaou und seine Kollegen denken in dieser Zeit nicht nur an sich: "Dass wir etwas tun konnten, macht mich glücklich", betont der Deutsch-Grieche.  © Lutz Hentschel

Die Profis von Dynamo Dresden haben 300.000 Euro ihres Gehalts gespendet (TAG24 berichtete). "Wir haben alle zusammen nicht lange überlegen müssen, wir haben es einfach gemacht", sagt der 26-Jährige.

"Es sind die Werte des Vereins und in dieser Situation wirklich ein Zeichen. Die Zeiten sind nicht einfach. Dass wir etwas tun konnten, macht mich glücklich", erklärt der Innenverteidiger. 

"Fußball ist gerade nicht wichtig, sondern dass wir alles gesund und unbeschadet durchkommen."

Und er möchte vor allem den Fans, die in dieser Saison bis jetzt nicht sonderlich viele schöne Dynamo-Augenblicke erlebten, noch etwas mehr geben, nämlich den Klassenerhalt. 

Denn möchte Nikolaou feiern - auf dem grünen Rasen und nicht am Grünen Tisch. 

Müsste die Saison abgebrochen werden, würde es aller Voraussicht nach keine Absteiger geben, Dresden wäre gerettet. Doch Nikolaou will spielen und es sportlich packen.

Aber momentan sind ihm die Hände gebunden. Fußball-Deutschland steht still. Für ihn und seine Mitstreiter heißt es warten. 

Jannis Nikolaou meint: Es braucht "Mentalität und Qualität, beides haben wir"

Das vorerst letzte Spiel am 8. März gewann Dynamo mit 2:1 gegen Aue. Hier kämpft Jannis Nikolaou (r.) mit Pascal Testroet um den Ball.
Das vorerst letzte Spiel am 8. März gewann Dynamo mit 2:1 gegen Aue. Hier kämpft Jannis Nikolaou (r.) mit Pascal Testroet um den Ball.  © Lutz Hentschel

Motivieren muss er sich nicht, wenn er daheim gemeinsam sein Training abspult. 

"Es ist nicht wie normales Training, aber das geht ja allen so. Ich bereite mich bestmöglich auf Tag X vor", sagt er.

Dass der sportliche Höhenflug nach den letzten beiden 2:1-Siegen in Regensburg und gegen Aue durch das Coronavirus gebremst wird, glaubt der Deutsch-Grieche nicht.

"Wir sind mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen. Wir haben auch vor den beiden Spielen ordentliche Leistungen abgeliefert, es hat vieles besser geklappt. Das Gefühl von Regensburg und Aue haben wir uns erarbeitet und das nehmen wir mit", ist er sich sicher.

Gegen die Veilchen standen 27.000 der mehr als 30.000 Fans hinter Dynamo. Wird die Saison fortgesetzt, bleibt das aus. 

Es wird Geisterspiele geben. "Ich persönlich habe das noch nie erlebt, ich habe aber Köln gegen Mönchengladbach vor paar Wochen gesehen. Das wünscht sich keiner. Aber die Rahmenbedingungen sind für alle gleich. Da braucht es Mentalität und Qualität, beides haben wir." 

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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