Riesenjubel bei Ex-Dynamo Schubert und Ex-Aue-Coach Letsch! Krachergegner in Gruppenphase

Arnheim - Meilenstein erreicht! Markus Schubert (23) und Thomas Letsch (53) haben mit Vitesse Arnheim den favorisierten RSC Anderlecht im Playoff der Europa Conference League rausgeworfen.

Ex-Aue-Coach Thomas Letsch (53, 2.v.l.) hat mit Vitesse Arnheim den Sprung in die Gruppenphase der Europa Conference League geschafft.
Ex-Aue-Coach Thomas Letsch (53, 2.v.l.) hat mit Vitesse Arnheim den Sprung in die Gruppenphase der Europa Conference League geschafft.  © Imago Images/ANP

Nach dem 3:3 im Hinspiel gewann der niederländische Klub das Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 2:1 und darf sich in der Gruppenphase nun auf einen Hammergegner freuen!

Dort bekommen es der ehemalige Keeper von Dynamo Dresden und der frühere Coach des FC Erzgebirge Aue mit den Tottenham Hotspur um Harry Kane (28) zu tun!

Stade Rennes (Frankreich) ist ein weiterer schwerer Kontrahent, während NS Mura (Slowenien) der große Außenseiter der Gruppe G ist, den man aber auch nicht unterschätzen darf.

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Gerade die Duelle mit den Spurs und mit Rennes versprechen viel Spannung. Sie sind auch eine Belohnung dafür, dass man in der letzten Quali-Runde ein individuell besser besetztes Team ausschaltete. Damit konnte man vorher nicht unbedingt rechnen.

Denn Anderlecht verfügt über viel Qualität, bekam diese aber in den beiden engen Partien nicht bzw. nur inkonstant auf den Platz, leistete sich zu viele Aussetzer in der Defensive.

Dabei standen im Rückspiel ausschließlich (ehemalige) Nationalspieler auf dem Feld.

Tottenham Hotspur, Stade Rennes und NS Mura sind Vitesse Arnheims Gruppengegner

Highlights vom Euro-Conference-League-Playoff-Rückspiel Vitesse Arnheim gegen RSC Anderlecht

Deutscher Linksverteidiger Maximilian Wittek wird zum Mann des Spiels

Der deutsche Linksverteidiger Maximilian Wittek (26) schnürte einen Doppelpack und schoss Vitesse Arnheim in die Gruppenphase der Europa Conference League.
Der deutsche Linksverteidiger Maximilian Wittek (26) schnürte einen Doppelpack und schoss Vitesse Arnheim in die Gruppenphase der Europa Conference League.  © Imago Images/ANP

Joshua Zirkzee (20, Leihgabe vom FC Bayern München, läuft für die niederländische U21 auf), Benito Raman (26, ehemals FC Schalke 04, früher ein Länderspiel für Belgien), Sergio Gomez (20, früher Borussia Dortmund, spielt aktuell für die spanische U21), Wesley Hoedt (27, einst für die Niederlande aktiv), Kristoffer Olsson (26, EM-Stammkraft bei Schweden), Lior Refaelov (35, 39 Partien für Israel), Hendrik Van Crombrugge (28, Belgien), Michael Murillo (25, Panama), Josh Cullen, (25, Irland), Francis Amuzu (22, Belgien, U21) und Taylor Harwood-Bellis (19, englische U21) bildeten die Startformation von Ex-Weltklasse-Abwehrmann und aktuellem RSC-Coach Vincent Kompany (35).

Der wechselte auch noch drei weitere Internationale ein, was belegt, dass eigentlich der belgische Spitzenklub der Favorit war. Doch der mäßige Saisonstart (vier Begegnungen, sieben Punkte, Platz neun in der Jupiler Pro League) hat Spuren hinterlassen.

So ging Arnheim durch einen RSC-Abwehrschnitzer von Ex-BVB-Talent Gomez in Führung. Den Schuss von Maximilian Wittek (26) fälschte Zirkzee zudem unhaltbar ab (4. Minute).

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Anschließend kannte der Jubel beim langjährigen deutschen Junioren-Nationalspieler, der für die SpVgg Greuther Fürth und den TSV 1860 München 156-mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, keine Grenzen.

Vitesse Arnheim jubelte nach dem Playoff-Coup ausgelassen mit den Fans

Markus Schubert pariert stark gegen Bayern-Leihgabe Joshua Zirkzee

Ausgelassener Jubel: Markus Schubert (23) hat seinen Anteil am Einzug von Vitesse Arnheim in die Gruppenphase der Europa Conference League.
Ausgelassener Jubel: Markus Schubert (23) hat seinen Anteil am Einzug von Vitesse Arnheim in die Gruppenphase der Europa Conference League.  © Imago Images/ANP

Einige Zeit später bekam auch Schubert erstmals Szenenapplaus der Zuschauer. Nach Vorlage von Raman schlenzte Zirkzee das Leder klasse in die rechte obere Ecke, doch der einstige deutsche U21-Nationalschlussmann griff reaktionsschnell über und entschärfte den Versuch (24.). So blieb es zur Pause beim 1:0.

Im zweiten Abschnitt legten die Hausherren dann direkt nach, woran auch Schubert seinen Anteil hatte. Er behielt die Ruhe, als sein Ex-Teamkollege aus Schalker Zeiten, Raman, ihn anlief und passte zu Abwehrchef Riechedly Bazoer (24, früher beim VfL Wolfsburg aktiv).

So befreite sich Arnheim aus dem Pressing der Gäste, am Ende nahm Wittek das Leder nach einer herrlichen Kombination volley und jagte es per Aufsetzer in die rechte Ecke (48.)!

In der Schlussphase wurde es aber nochmal richtig spannend. Zwar lenkte Schubert einen 16-Meter-Schlenzer von Olsson mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten, doch Refaelov staubte ab und traf zum 1:2-Anschluss für Anderlecht (80.).

Allerdings hielt Arnheim dem Druck gut stand, ließ wenig zu, durfte jubeln und kann sich nun auf mehrere Festspiele in der Gruppenphase freuen. Und wer weiß: Vielleicht überraschen Letsch, Schubert und Wittek dort erneut?

Titelfoto: Imago Images/ANP

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