K.O. in der Nachspielzeit! Spätes Gegentor kostet Dynamo einen Punkt

Heidenheim - Die Nachspielzeit kostete Dynamo einen Zähler! Vor 6342 Zuschauern verlor Dresden beim 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:1). Nach einer schwachen Startphase wurde die SGD immer besser.

Viele Duelle gab es auch im Luftkampf. Heidenheims Jan Schöppner (rechts) springt hier etwas höher als Michael Sollbauer von Dresden.
Viele Duelle gab es auch im Luftkampf. Heidenheims Jan Schöppner (rechts) springt hier etwas höher als Michael Sollbauer von Dresden.  © Stefan Puchner/dpa

Chris Löwe (51.) glich mit seinem Premierentor die frühe Führung von Tobias Mohr (5.) sehenswert aus. Die SGD hielt dem Druck der Gastgeber aber nicht stand.

Robert Leipertz traf fast mit der letzten Aktion zum Sieg. SGD-Trainer Alexander Schmidt änderte seine Mannschaft personell nur wenig gegenüber dem 0:3 gegen Paderborn.

Sebastian Mai kam für Panagiotis Vlachodimos rein.

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Was er änderte, war das System. Ehe er das Experiment Dreierkette wieder in die Schublade steckte, stand es längst 1:0 für Heidenheim.

Die ersten beiden Warnschüsse in der sonnenüberfluteten Voith-Arena verhallten ungehört.

Dennis Thomalla donnerte die Kugel nach 80 Sekunden volley an der Querbalken, den Nachschuss von Maurice Malone entschärfte Kevin Broll überragend. Dresden war völlig aufgescheucht.

Das Gegentor hatte allerdings nicht mit irgendeinem System zu tun. Es war schlichtweg ein dicker Klops von Mai.

Mit dieser Aufstellung startete die SGD ins Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim

Tobias Mohr bringt Heidenheim gegen Dynamo Dresden früh in Führung

Chris Löwe (nicht im Bild) trifft zum Ausgleich für Dynamo. Sein Fernschuss schlägt rechts unten aus Sicht des Schützen im Tor ein.
Chris Löwe (nicht im Bild) trifft zum Ausgleich für Dynamo. Sein Fernschuss schlägt rechts unten aus Sicht des Schützen im Tor ein.  © Stefan Puchner/dpa

Der Kapitän spielte den Ball völlig unbedrängt auf Tobias Mohr (5.). Der ließ Yannick Stark ins Leere rutschen und schlenzte die Kugel aus 16 Metern ins Netz.

Dynamo bekam gar keinen Zugriff, Schmidt stellte auf Viererkette um und schon hatte Dresden mehr Aktionen.

Allerdings schafften es die Gäste nicht, die keineswegs sattelfeste FCH-Abwehr mehr zu beschäftigten.

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Die in Schwarz spielenden Dynamos erlaubten sich einfach zu viele Abspielfehler, verloren etliche Zweikämpfe. Chancen gab es trotzdem zwei, beide durch Julius Kade. Ein Schuss aus 16 Metern (18.) zischte nur knapp vorbei, bei seinem zweiten Versuch agierte er zu überhastet.

Nach einer Flanke von Heinz Mörschel legte Christoph Daferner ab, Kade hatte die Ruhe nicht, zielte vorbei.

Chris Löwe gleicht in der 2. Halbzeit aus, Robert Leipertz erzielt das Heidenheimer Siegtor

Tobias Mohr setzt sich prima durch und zieht den Ball an Sebastian Mai (schwarzes Trikot) und Kevin Broll vorbei ins Tor.
Tobias Mohr setzt sich prima durch und zieht den Ball an Sebastian Mai (schwarzes Trikot) und Kevin Broll vorbei ins Tor.  © Stefan Puchner/dpa

Was Dresden da noch nicht schaffte, gelang im zweiten Durchgang auf Anhieb. Und das lag an "Pana" Vlachodimos, der für den schwachen Morris Schröter kam. Ebenfalls neu war Philipp Hosiner, für ihn machte der ebenso wirkungslose Heinz Mörschel Platz. Vlachodimos wirbelte sofort los, seine zwei Schlenzer gingen knapp vorbei.

Dann spielte er auf Kade, der zwar hängenblieb, doch der Ball sprang zum aufgerückten Chris Löwe. Er nahm aus 18 Metern Maß und versenkte die Kugel im langen Eck - 1:1 (51.). Sein erstes Punktspieltor für Dynamo und der Lohn für eine starke Saison bis hierher.

Allerdings ließ Dynamo den Gastgeber wieder ins Spiel kommen und hatte hinten genügend zu tun, um den Laden dicht zu halten.

Dresden schaffte nach dem Ausgleich zu wenig Entlastung. Heidenheim drängte vehement auf den zweiten Treffer. Die beste Chance hatte Kleindienst nach einer Ecke. Broll bekam bei seinem Abschluss irgendwie die Hände an den Ball - famos! Der Druck der Jungs von der schwäbischen Alb wurde übermächtig. Dresden bekam keine Luft mehr, warf sich aber in alles, was irgendwie nach Ball aussah.

Der Knockout kam in der ersten Minute der Nachspielzeit: Nach einer Flanke köpfte Stefan Schimmer an den Pfosten, der eingewechselte Robert Leipertz staubte ab - bitter!

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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