Kapitän Knipping macht's wie Thomas Edison: Dynamo soll gegen Lautern ein Licht aufgehen!

Dresden - Frust, Druck oder gar Angst? Nicht mit Tim Knipping (29)! Dynamo Dresdens Kapitän ist heiß auf die Relegation. "Ich freue mich auf die Spiele. Warum habe ich angefangen, Fußball zu spielen? Genau für solche Spiele, wo es um alles geht und man zeigen kann, wer man ist!", lautet die Ansage des Abwehrmanns.

Volle Konzentration im Training: Tim Knipping (29, r.) gibt Vollgas.
Volle Konzentration im Training: Tim Knipping (29, r.) gibt Vollgas.  © Lutz Hentschel

Freitagabend, Primetime, 20.30 Uhr, Kaiserslautern gegen Dresden: Das ist Tradition pur, und ganz Deutschland schaut zu. So manch jungem Fußballer könnten da die Beine schlottern. Knipping aber bleibt cool.

"Da werden Millionen Zuschauer vor dem Fernseher sitzen. Dafür hat man als kleines Kind doch alles geopfert, um solche Spiele bestreiten zu können", erklärt der 29-Jährige. "Wer sich nicht auf so ein Spiel freut, vor 50.000 auflaufen zu dürfen, der ist falsch am Platz. Wenn es um nichts gehen würde, dann hat es auch nicht diesen Reiz. Das muss in die Köpfe rein."

Dass die SGD nach 17 sieglosen Spielen in Folge nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, lässt sicherlich nicht nur der Kapitän nicht als Ausrede gelten. Getreu dem Motto: Irgendwann ist immer das erste Mal.

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Knipping: "Wir wissen alle, dass wir keine gute Rückrunde gespielt haben. Das ist jetzt aber scheißegal, denn wir können in zwei Spielen die ganze Rückrunde vergessen machen."

Tim Knipping: "Wir haben in zwei Spielen die Möglichkeit, unser wahres Gesicht zu zeigen"

Hart am Mann muss Tim Knipping (29, l., gegen Aues Prince Owusu) auch in Kaiserslautern sein. Es gilt, sich eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel zu schaffen.
Hart am Mann muss Tim Knipping (29, l., gegen Aues Prince Owusu) auch in Kaiserslautern sein. Es gilt, sich eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel zu schaffen.  © Lutz Hentschel

Der Innenverteidiger macht's wie Thomas Edison! "Als der die Glühbirne erfunden hat, ist er auch 999-mal daran gescheitert. Er hat aber nie aufgegeben und irgendwann hat er es geschafft. So wird das auch bei uns sein."

So einfach, so schwer: Die Relegation soll nicht als Last, sondern als Chance empfunden werden. "Vor ein paar Jahren währen wir sang- und klanglos abgestiegen. Jetzt gibt es glücklicherweise die Relegation und wir haben in zwei Spielen die Möglichkeit, unser wahres Gesicht zu zeigen", so Knipping.

In den vergangenen Wochen konnte sich der Abwehrchef gegen Sturmhünen wie Philipp Hofmann (29, Karlsruher SC) und Prince Owusu (25, Erzgebirge Aue) schon mal auf die Monsteraufgabe Terence Boyd (31) vorbereiten. "Das waren ähnliche Typen mit ähnlichen Qualitäten. Das ist ein abgezockter, großer und robuster Stürmer. Die letzten Spiele haben mir daher gutgetan. Ich weiß, was auf mich zukommt!"

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Hoffentlich wissen das auch seine Mitspieler. Denn wenn der Dynamo doch noch ins Laufen kommt, geht am Ende auch in Liga zwei wieder das Licht an.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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