Knipping (noch) nicht zu ersetzen! Dynamo hat zwei Wochen Zeit, es doch zu schaffen

Dresden - "Wenn man sich alle Statistiken auf dem Blatt Papier anschaut, spricht nicht allzu viel für uns", merkte Paderborns Trainer Lukas Kwasniok nach dem 3:0-Sieg seines Teams in Dresden an. Was für den SCP sprach, war die eiskalte Chancenverwertung. Er nutzte die ersten drei Möglichkeiten, auch begünstigt durch Dresdner Fehler. Was auch damit zu tun hatte, dass Tim Knipping (28) fehlte - und das wird er noch lange.

Der kreuzbandverletzte Tim Knipping (28) musste die Pleite gegen Paderborn mitansehen.
Der kreuzbandverletzte Tim Knipping (28) musste die Pleite gegen Paderborn mitansehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Trainer Alexander Schmidt (52) zog Michael Akoto (23) für Knipping ins Abwehrzentrum neben Michael Sollbauer (31). Er ließ Sebastian Mai (27) zunächst auf der Bank, weil er ihn nach seiner Knieverletzung aus dem Training noch nicht bei 100 Prozent sah.

Die Abstimmung passte daher in den ersten Minuten noch nicht, die Abwehr wirkte unsicher. Deshalb kassierte Dynamo Dresden dann auch drei Gegentore in den ersten 26 Minuten des Spiels.

"Unsicher natürlich, mein Gott, 0:3. Da kann ich nicht sagen, wir waren super. Ich habe von Beginn an gesagt, dass Tim Knipping nicht zu ersetzen ist", erklärte Schmidt.

Dynamo gegen Bremen: Deshalb saßen die Mai-Brüder auf der Bank
Dynamo Dresden Dynamo gegen Bremen: Deshalb saßen die Mai-Brüder auf der Bank

"Er stand in den ersten drei Spieltagen dreimal in der Elf des Tages, macht zwei Tore, gegen Paderborn im Pokal und beim HSV den wichtigen Ausgleich. Es ist schwierig, ihn zu kompensieren, weil er der herausragende Leader war", so der SGD-Coach.

Sebastian Mai (27, l.) stoppt hier Paderborns Sven Michel (31) und brachte nach seiner Einwechslung mehr Sicherheit in die Dresdner Defensive.
Sebastian Mai (27, l.) stoppt hier Paderborns Sven Michel (31) und brachte nach seiner Einwechslung mehr Sicherheit in die Dresdner Defensive.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wird Dynamo Dresden doch nochmal auf dem Transfermarkt aktiv?

Michael Sollbauer (31, l.) hat den Ball an Kai Pröger (29) verloren und kann das 0:2 nicht mehr verhindern.
Michael Sollbauer (31, l.) hat den Ball an Kai Pröger (29) verloren und kann das 0:2 nicht mehr verhindern.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

"Aber es hilft einfach nichts. Wir müssen uns sortieren und müssen das Ganze in den Griff bekommen und das werden wir auch schaffen", lässt sich der Trainer aber nicht unterkriegen.

Zwei Wochen hat er jetzt dafür Zeit. Das nächste Punktspiel steht erst am 12. September beim 1. FC Heidenheim an.

Tage, die auch für Mai sprechen. Seine Defizite, die aus der Muskelverletzung aus der Vorbereitung stammen, kann er nun aufholen. Zumindest war nach seiner Einwechslung nach 33 Minuten Ruhe.

Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!
Dynamo Dresden Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!

Die Konterchancen der Paderborner resultierten fast alle aus dem letzten Drittel der zweiten Hälfte, als Dresden aufmachen musste. "Er hat Stabilität reingebracht", lobte Schmidt.

Und der Trainer will das Kompensieren von Knipping auch von innen heraus schaffen. Er sagte bereits vor dem Spiel, dass Dynamo keinen Abwehrspieler mehr verpflichten wird.

Am Dienstagabend schließt das Transferfenster bis Januar, noch hätte Dresden Zeit, einen Mann an Land zu ziehen. Schmidt will das Vertrauen aber dem jetzigen Kader schenken. Dieser muss es dann nur zurückzahlen...

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: