Links, rechts, Mitte: Dynamos Vlachodimos fühlt sich in der Offensive "überall wohl"

Dresden - "Klar, ja!" Das ist die Antwort auf die Frage, ob für Panagiotis Vlachodimos (29) am Ende der Saison bei ihm und Dynamo Dresden alles gut war. Der Anfang war es auch, aber mittendrin wurde er von Trainer Markus Kauczinski (51) vergessen. Warum? "Kann ich nicht beantworten, ich weiß es nicht", zuckt der 29-Jährige mit den Schultern. Seit Alexander Schmidt (52) SGD-Coach ist, blüht "Pana" wieder auf.

Drahtig, kräftig, antrittsschnell: Panagiotis Vlachodimos (29, r.) im Training im Camp gegen Luca Herrmann (22).
Drahtig, kräftig, antrittsschnell: Panagiotis Vlachodimos (29, r.) im Training im Camp gegen Luca Herrmann (22).  © Lutz Hentschel

Da war der Deutsch-Grieche urplötzlich wieder da, erzielte zwei Tore und gab eine Vorlage. Diese war im Grunde vielleicht sogar die wichtigste Aktion der Saison.

Beim 1:0 gegen Duisburg zur Premiere von Schmidt kam er Mitte der zweiten Hälfte in die Partie, zündete auf links den Turbo, flankte nach innen und Christoph Daferner (23) netzte ein.

"Das war das entscheidende Spiel. Jeder wusste, wir müssen mit einem positiven Ergebnis rausgehen für die übrigen Partien. Daraus haben wir alle sehr viel Energie gezogen. Mir persönlich hat es sehr viel Selbstvertrauen gegeben", blickt er zurück.

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Doch er möchte nicht mehr zurückblicken. Er schaut in die Zukunft und die heißt 2. Bundesliga!

Von seiner Magen-Darm-Grippe von Beginn des Camps hat er sich erholt, fiel positiv auf, machte auch danach gegen Stettin (0:1) im Trainingslager mit seinen Dribblings und seiner Schnelligkeit eine gute Figur. Das Unterhaus ist Neuland für ihn, ihm dürfte das spielerische Element der Liga entgegenkommen.

Vlachodimos weiß, dass er nichts geschenkt bekommt: "Muss Gas geben"

Panagiotis Vlachodimos (r.) bekommt von Trainer Alexander Schmidt (52) das nötige Vertrauen.
Panagiotis Vlachodimos (r.) bekommt von Trainer Alexander Schmidt (52) das nötige Vertrauen.  © Lutz Hentschel

"Das wird man sehen. Aber ich werde sicherlich mehr Räume haben, wo ich besser ins eins gegen eins gehen, mit Tempo auf die Kette zugehen kann, mehr Tiefe im Spiel haben werde. Das dürft mir ganz gut liegen", so Vlachodimos.

Er hat gegenüber anderen Spielern sogar noch ein ganz großes Plus. Er kann in der Offensive überall spielen. Links, rechts, Mitte, "ich bin da variabel, fühle mich überall wohl".

Sein Wandel bei Dynamo hat viel mit dem Namen Alexander Schmidt zu tun. Der Trainer schenkt ihm das Vertrauen, dass er benötigt, um zu großer Form auszulaufen.

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Sollte keine Krankheit oder Verletzung in den kommenden Tagen einen Strich durch die Rechnung geben, dürfte "Pana" am 24. Juli gegen Ingolstadt seine Zweitliga-Premiere feiern.

"Klar war ich froh, als der Trainer kam", sagt er. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart.

"Aber ich wusste, ich bekomme nichts geschenkt, ich muss Gas geben. In den Einsatzminuten musste ich überzeugen. Ich denke, ich habe das auch gut gemacht und ihm das Vertrauen zurückgegeben." Das wird Vlachodimos auch in der 2. Liga machen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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