Nach Comeback bei Dynamo: Löwe stellt sich hinten an

Dresden - Kraftraum ade, Rasenplatz olé! Chris Löwe (31) hat seine lange Rehazeit beendet und ist wieder dort, wo er sich am wohlsten fühlt: bei der Mannschaft.

Da freuen sich zwei über das gelungene Comeback: Chris Löwe (31, l.) und Trainer Markus Kauczinski (51).
Da freuen sich zwei über das gelungene Comeback: Chris Löwe (31, l.) und Trainer Markus Kauczinski (51).  © Lutz Hentschel

Beim 5:0 im Test gegen Jena gab er sein 55-minütiges Comeback für Dynamo Dresden nach mehr als fünf Monaten Pause. Zumindest für den Kader ist er ab sofort auch für Trainer Markus Kauczinski (51) wieder eine Alternative.

Die erste Aktion von Löwe gegen Jena war fast sicher so gewollt. Mit Ball am Fuß spielte er nicht den nächsten Mann an, er ging in den Zweikampf. Schauen, prüfen, wie reagiert das Knie? Geht alles? Es ging alles. Test bestanden. Danach fühlte er sich wohl.

"Es ist schön, dass ich wieder das normale Training mitmachen kann, mit den Jungs auf dem Rasen anstatt alleine im Kraftraum", atmet der 31-Jährige spürbar auf. Es geht vorwärts. Da kommt auch ein Stück Lebensfreude zurück.

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"Das ist doch das, was den Fußball derzeit so besonders macht. In der Coronazeit, wo der Kontakt sehr gering ausfällt, ist es ein Privileg, dass wir zusammen trainieren dürfen. Da ist es doch klar, dass ich mich freue, wieder mit dabei sein zu dürfen."

Kommt Chris Löwe nochmal für Dynamo Dresden zum Einsatz?

Den ersten Zweikampf gewonnen, den Blick auf den Ball gerichtet: Chris Löwe (links) setzte sich gegen den Jenenser Maximilian Osterhelweg durch. Es war Löwes erstes Spiel seit dem 20. Oktober.
Den ersten Zweikampf gewonnen, den Blick auf den Ball gerichtet: Chris Löwe (links) setzte sich gegen den Jenenser Maximilian Osterhelweg durch. Es war Löwes erstes Spiel seit dem 20. Oktober.  © Lutz Hentschel

Dieses Privileg will er nun nutzen, um seinen Rückstand Stück für Stück weiter aufzuholen und näher an die Mannschaft heranzurücken. "Ich werde jetzt weiter arbeiten, auch an der Fitness und insgesamt. Dann werden wir sehen, ob es diese Saison noch zu einem Einsatz reicht."

Bei seiner Verletzung am 20. Oktober im Heimspiel gegen Zwickau war es sein fünftes Spiel. Das sechste kann kommen. Er will aktiv am möglichen Aufstieg beteiligt sein.

Ob das klappt, hängt nicht nur an ihm, sondern auch an Trainer Markus Kauczinski. Das sieht Löwe ganz pragmatisch, baut auch keinen Druck auf und stellt sich hinten an.

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"Der Trainer ist auf meiner Position nicht gezwungen, irgendetwas zu machen. 'Joni' (Jonathan Meier/Anm. d. Red.) macht das derzeit sehr gut und ist fitter als ich. Er kann 90 Minuten gehen, ich noch nicht", schätzt er seine Situation richtig ein. "Aber ich werde alles dafür tun, dass es doch noch einmal reicht."

Wenn er gebraucht wird, dann will Löwe einspringen. "Für eine Stunde, 70 Minuten wird es schon reichen", grinst er.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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