Dynamo: Ex-Kapitän Hartmann gesund, doch Corona hat die (Fußball)-Welt im Griff

Dresden - Marco Hartmann hat in der schwierigen Zeit seinen Humor nicht verloren. Der Ex-Kapitän von Dynamo Dresden wurde mit dem Satz konfrontiert, dass er jetzt endlich einmal gesund, dafür die Welt krank ist. 

Marco Hartmann darf wie alle seine Dynamo- und Profikollegen derzeit nur allein trainieren.  
Marco Hartmann darf wie alle seine Dynamo- und Profikollegen derzeit nur allein trainieren.    © Lutz Hentschel

"Das hast du aber schön gesagt", lachte er laut. Insgesamt geht der 32-Jährige mit der sportlichen Situation ziemlich gelassen um. Er war der Sieg-Heimbringer in den letzten beiden Spielen. 

In Regensburg und gegen Aue wurde er jeweils kurz vor Schluss eingewechselt, um das jeweilige 2:1 mit abzusichern. Das gelang. Vor dem Spiel gegen die Veilchen nahm er an der Spieltagspressekonferenz teil. 

Das ist gerade einmal zwei Wochen her, gefühlt aber eine Ewigkeit. Die Schnelllebigkeit der Tage überrollt einen. "Es ist schon verrückt, was gerade passiert. Keiner weiß, was noch kommt", sagt er.

Wie seine Mannschaftskameraden auch ist er zu Hause und harrt der Dinge. 

"Wir haben unser Trainingsprogramm, ich mache Läufe, Stabilitätsübungen. Dann beschäftige ich mit meinem Kleinen, er will auch bespaßt werden", sagt Hartmann. 

Kontakt mit der Mannschaft hält er derzeit nur übers Handy. Seine Mannschaftskollegen vertreiben sich die Zeit mit einigen verrückten Aktionen in den sozialen Medien, ohne Hartmann. "Da bin ich raus", grinst er.

Marco Hartmanns Körper kann in der Spielpause zur Ruhe kommen.
Marco Hartmanns Körper kann in der Spielpause zur Ruhe kommen.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresdens Marco Hartmann: "Ich hätte gern weitergespielt"

In Regensburg wurde Marco Hartmann (M.) für Dzenis Burnic (l.) eingewechselt. Da war die Welt noch in Ordnung.  
In Regensburg wurde Marco Hartmann (M.) für Dzenis Burnic (l.) eingewechselt. Da war die Welt noch in Ordnung.    © PICTURE POINT / S. Sonntag

Bis er sie alle wiedersieht, wird es noch eine Weile dauern - mit der Hoffnung, irgendwann geht es weiter. 

Nun ist die bisherige Saison eine, die nicht nur bei ihm nie in Vergessenheit geraten wird. Er war mehr Zuschauer als Spieler, kam nur auf sieben Einsätze von 26 möglichen.

Ist die Pause für ihn sogar gut, um seinem Körper den eigenen Shutdown zu geben? 

Er überlegt ein wenig: "Darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Nee, glaube ich nicht. Es war gut so, wie es war. Ich bin fit. Ich hätte schon gern weitergespielt."

Dass es für ihn und Dynamo schon am 3. April bei Uwe Neuhaus in Bielefeld weitergeht, das glaubt kaum einer. Wenn, dann ist Anfang Mai eher wahrscheinlich.

"Von der Fitness her verlierst du nicht viel. Die behalten wir bei", so Hartmann. "Ich denke, drei Wochen vor dem ersten Punktspiel müsstest du trotzdem wieder anfangen, gemeinsam zu trainieren, um das Gefühl wiederzubekommen. Und dann sollte vielleicht noch ein Testspiel vorher stattfinden."

Ob das alles so kommt, oder ob er noch im Mai daheim sitzt, das steht in den Sternen. "Wir können eh nur warten."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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