Hartmann und Dynamo rappeln sich langsam wieder auf: "Müssen noch zulegen!"

Dresden/Berlin - Als Marco Hartmann in der 68. Minute nach einem Zusammenprall mit Lars Dietz aufschrie und liegen blieb, fuhr der Dresdner Seite ein kollektiver Schreck in die Glieder. 

Nach der Partie klatschte Dynamo-Trainer Markus Kauczinski mit Marco Hartmann (r.) ab.
Nach der Partie klatschte Dynamo-Trainer Markus Kauczinski mit Marco Hartmann (r.) ab.  © Lutz Hentschel

Bitte nicht schon wieder! Groß war die Erleichterung, als sich der 32-Jährige langsam wieder aufrappelte.

Und das war fast sinnbildlich. Denn Hartmann und Dynamo sind gerade dabei, sich nach dem bitteren Abstieg wieder zu berappeln. 

Trotz der 0:2-Niederlage war der Auftritt beim 1. FC Union Berlin recht ordentlich. Zumindest konnten die Schwarz-Gelben über weite Strecken gegen den überlegenen Bundesligisten ganz gut gegenhalten, wehrten sich nach Kräften. 

"Union war, wie ich sie seit Jahren kenne, ganz konsequent in allem, was sie machen. Sehr aggressiv im Zweikampf, körperlich waren sie uns schon überlegen, haben uns in der ein oder anderen Situation den Schneid abgekauft", so der Leader.

"Zweite Halbzeit haben wir mehr Ballsicherheit auf den Platz gekriegt, haben den Ball besser laufen lassen, aber die dummen Fehler gemacht. Erste Halbzeit haben wir mehr verteidigen müssen, haben das ganz gut gemacht, hatten auch Glück. Man sieht, dass wir körperlich noch ein ganzes Stück zulegen müssen", meinte Hartmann, für den die Vorbereitung fast wie immer begonnen hatte - erst krank, dann Probleme an der Achillessehne. 

Marco Hartmann (r., hier gegen Unions Fabio Schneider) lief in Berlin in der zweiten Halbzeit auf.
Marco Hartmann (r., hier gegen Unions Fabio Schneider) lief in Berlin in der zweiten Halbzeit auf.  © Lutz Hentschel

Marco Hartmann reist mit Dynamo Dresden ins Trainingslager

Vor dem Dresdner Tor herrschte ab und an Alarmstufe Rot.
Vor dem Dresdner Tor herrschte ab und an Alarmstufe Rot.  © imago images/Camera 4

Angesichts seiner Verletzungshistorie war die Vertragsverlängerung mit dem Routinier nicht unumstritten. 

Das weiß er auch selbst: "Ich konnte jetzt zwei Spiele machen, habe ein, zwei Einheiten individuell trainiert - das kennt man bei mir. Deswegen bin ich trotzdem froh, dass ich dabei bin, mitmachen kann."

Am Mittwoch reist Dynamo ins Trainingslager nach Heiligenstadt - mit Hartmann. "Dort muss man sich noch mehr erarbeiten, das ist ein Teil der Vorbereitung", weiß der Defensivmann, der den zweiten totalen Neuaufbau bei der SGD miterlebt.

Bisher kommt seine neue Mannschaft in kleinen Schritten, von denen auch die Partie An der Alten Försterei einer war, voran.

"Im Vergleich zum Hertha-Spiel war es nicht so wild, vor allem defensiv strukturierter. Die 0:2-Niederlage ist kein Beinbruch, gegen einen Bundesligisten ist das alles in Ordnung", meinte er.

"Trotzdem wurde uns heute schon aufgezeigt, wo wir auch noch zulegen müssen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben noch vier Wochen Zeit bis zum ersten Pflichtspiel. Dann wird immer abgerechnet", schlussfolgerte Hartmann.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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