Mehr als 10.000 Dynamo-Fans gegen Mannheim? Heute wird beraten

Dresden - Bayern München 0, 1. FC Köln 0, Kickers Würzburg 0, Bayern München II. 0! Quer durch die ersten drei deutschen Ligen gab es Spiele ohne Fans. Bei Dresdens 1:0-Sieg in Kaiserslautern sahen 4150 Zuschauer zu. Die Dynamos empfangen am 2. Spieltag am Sonntag Waldhof Mannheim vor mehr als 10.000 Anhängern - so zumindest sieht der schwarz-gelbe Plan aus.

Es war schon eine stimmungsvolle Atmosphäre gegen den HSV. Erstmals seit Anfang März waren Zuschauer dabei. Bekommt Dynamo heute grünes Licht, erhofft sich der Verein am Sonntag gegen Mannheim sogar noch mehr als die 10.053 Zuschauer aus dem HSV-Spiel.
Es war schon eine stimmungsvolle Atmosphäre gegen den HSV. Erstmals seit Anfang März waren Zuschauer dabei. Bekommt Dynamo heute grünes Licht, erhofft sich der Verein am Sonntag gegen Mannheim sogar noch mehr als die 10.053 Zuschauer aus dem HSV-Spiel.  © Lutz Hentschel

Am Dienstag tritt das Gesundheitsamt der Stadt mit den Sicherheitsbehörden zusammen. Dort werden alle gespannt auf die Sieben-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Institutes schauen. 

Dieser Wert beschreibt die Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. 

Liegt der unter 35, also 35 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen, darf wieder mit Fans gespielt werden. In München, Köln und Würzburg lag der Wert teil deutlich darüber, deshalb gab es ein Verbot. 

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Bisher spricht in Dresden nichts dagegen, weil die Stadt am Freitag "nur" bei 4,3 lag. 

Gibt es grünes Licht, darf wie im Pokal gegen den Hamburger SV das Stadion zu einem guten Drittel gefüllt werden. Vielleicht werden es sogar noch mehr.

Kommt das Ok, wird auch der Kartenvorverkauf losgehen. 

Wie SGD-Pressesprecher Henry Buschmann auf Nachfrage mitteilte, wird dieser ähnlich wie gegen den HSV ablaufen - also mit drei verschiedenen Verkaufsphasen, wobei die Mitglieder ein Vorrecht haben. Am Sonntag könnte in der dritten Phase wieder der freie Verkauf starten.

Dynamos Zuschauer-Erfahrung aus dem HSV-Spiel war positiv

Nach-Coronapause-Zuschauerrekord: 10.053 Fans sahen das DFB-Pokalspiel zwischen Dresden und dem Hamburger SV. Auch am 1. Spieltag der ersten drei Ligen wurde diese Marke nicht geknackt.
Nach-Coronapause-Zuschauerrekord: 10.053 Fans sahen das DFB-Pokalspiel zwischen Dresden und dem Hamburger SV. Auch am 1. Spieltag der ersten drei Ligen wurde diese Marke nicht geknackt.  © Lutz Hentschel

Die Erfahrungen aus dem Hamburg-Spiel war für alle Beteiligten durchweg positiv, was den Vorverkauf betraf sowie das Verhalten der Fans im und am Stadion. 

"Sie haben alle gezeigt, dass es geht, wenn alle zusammen wollen", so Buschmann." Die Stadt will in den nächsten Stunden auch eine Auswertung bekanntgeben, ob das Dynamo-Hygienekonzept vor neun Tagen gut umgesetzt wurde und wo es eventuell noch etwas zu verbessern gibt.

Von Dynamo-Seite aus gab es kaum etwas zu beanstanden, mal von dem Scharmützel um HSV-Profi Toni Leistner abgesehen, doch das hatte auch nichts mit dem Konzept zu tun. 

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"Man muss den Menschen ganz einfach ein großes Kompliment aussprechen. Der überwiegende Teil hat sich nicht nur bei der Einlass-Situation an die Markierungen und Abstände gehalten, sondern im Stadion. Der Mundschutz wurde zu weiten Teilen sehr diszipliniert getragen", so Buschmann. 

"So ein Konzept lebt nur von der Solidarität und der Unterstützung der Fans." Daher ist das Ziel der SGD-Verantwortlichen, am Sonntag gegen Mannheim mehr als 10053 Zuschauer wie gegen den HSV zu begrüßen. 

Titelfoto: Lutz Hentschel

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