TV-Geld: Mindestens 7,7 Millionen für Dynamo, Aue bekommt sogar noch mehr

Dresden/Aue - Es sind bisher nur vorläufige Zahlen. Doch die Macher der Internetseite fussball-geld.de lagen mit ihren Prognosen für die TV-Gelder in den vergangenen Jahren noch nie kolossal daneben. Ihre Vorausschau wird eher noch nach oben korrigiert, wenn alle Summen feststehen. Laut der Homepage bekommt der FC Erzgebirge Aue in der kommenden Saison mindestens 8,8 Millionen Euro, Dynamo Dresden immerhin satte 7,7.

Nicht nur Dynamo Dresden hofft, dass ab der kommenden Saison wieder Fans ins Stadion dürfen. Das würde die finanzielle Situation verbessern.
Nicht nur Dynamo Dresden hofft, dass ab der kommenden Saison wieder Fans ins Stadion dürfen. Das würde die finanzielle Situation verbessern.  © Lutz Hentschel

Für die Saison 2021/22 sieht die DFL eine Ausschüttung aus den nationalen Erlösen von insgesamt etwa 1,073 Mrd. Euro an die Vereine in der 1. und 2. Bundesliga vor - knapp 400 Millionen weniger als noch im Vorjahr.

Nur rund 250 Millionen Euro davon gehen an die Klubs in der 2. Bundesliga. Bis zur Saison 2024/25 wird die Summe jährlich leicht steigen. 2024 sollen insgesamt 1,212 Milliarden gezahlt werden.

Die Fans sehen zwar in der kommenden Saison in der 2. Liga die "Super League" in Deutschland mit einer Menge Tradition, sie sehen aber auch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.

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Während Schalke als Absteiger voraussichtlich 24,2 Millionen Euro an TV-Geld bekommt, werden an Aufsteiger Rostock 7,27 Millionen als 18. der TV-Tabelle überwiesen.

Auch der FC Erzgebirge Aue hofft auf Fans im Stadion.
Auch der FC Erzgebirge Aue hofft auf Fans im Stadion.  © picture point/Sven Sonntag

Die vier Säulen: So berechnen sich die TV-Gelder für die Bundesliga-Klubs

Insgesamt sieht es leer aus im Fußballschuh: Es werden 400 Millionen Euro weniger an TV-Geldern ausgeschüttet als noch im Vorjahr.
Insgesamt sieht es leer aus im Fußballschuh: Es werden 400 Millionen Euro weniger an TV-Geldern ausgeschüttet als noch im Vorjahr.  © imago images/Hanno Bode

Das TV-Geld wird nach vier Säulen verteilt. Säule 1 nennt sich "Gleichverteilung", das heißt: Jeder Zweitligist kann mit mindestens 6,87 Millionen Euro rechnen. Säule eins fließt mit 53 Prozent in die Gesamtsumme ein.

Säule 2, "Leistung", machen 42 Prozent aus. Hier wird die Fünfjahres-Wertung der 2. Liga berücksichtigt.

Der FC Erzgebirge macht in dieser Wertung erstmals überhaupt fünf Jahre voll, war von 2016/17 bis 2020/21 komplett dabei. Aue ist Zwölfter. Zwar haben die Veilchen Regensburg überholt, trotzdem sind das Stand jetzt wohl 900.000 Euro weniger als noch im Vorjahr.

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Dresden war jetzt ein Jahr lang Drittligist, das war quasi eine Nullrunde. Das ergibt Platz 16, noch vor Mitaufsteiger Ingolstadt - obwohl der im ermittelten Zeitraum auch auf ein Jahr Bundesliga (2016/17) verweisen kann.

Säule 3 heißt "Nachwuchs" (3 Prozent). Hier geht es unter anderem um die Einsatzzeiten von "U23"-Spielern und Local Playern. Die Summen werden zur Halbserie und am Ende der Saison ausgeschüttet, sie stehen also noch nicht fest. Die 4. und letzte Säule nennt sich "Interesse" (2 Prozent). Marktforscher fragen hierfür bei einer Stichprobe von rund 23.000 Personen die Beliebtheit ab.

Die 2. Bundesliga profitiert auch aus den internationalen Erlösen der Spitzenklubs. 180 Millionen Euro sind das nach jetzigem Stand, 7,2 Millionen gehen ins Unterhaus: Macht 400.000 Euro für jeden zusätzlich.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag, Lutz Hentschel

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