Morgen startet Dynamo in die Saison: Vorhang auf für den ersten Dreier?

Dresden - Jetzt kommt Alex! 25 Zweitligaspiele für den TSV 1860 München hat Alexander Schmidt (52) als Trainer auf dem Buckel. Sein letztes am 30. August 2013 ist fast acht Jahre her. Morgen steht Nummer 26 an - es ist das Comeback der SG Dynamo Dresden im Unterhaus nach nur einjähriger Abstinenz. Gegner im Rudolf-Harbig-Stadion ist Mitaufsteiger FC Ingolstadt mit Stefan Kutschke (32).

Alexander Schmidt (52, l.) am Donnerstag vor der Pressekonferenz in der Gläsernen Manufaktur.
Alexander Schmidt (52, l.) am Donnerstag vor der Pressekonferenz in der Gläsernen Manufaktur.  © Lutz Hentschel

Schmidt wippte zur Pressekonferenz am Donnerstag in der Gläsernen Manufaktur mit den Beinen.

Seine Energie war zu spüren. Er scharrte mit den Hufen, er wollte los. Am Donnerstag erstmal zum Training, doch auch so. Seine Vorfreude ist da, aber: "Man muss aufpassen, dass man nicht überdreht", bremste er sich selbst etwas ein.

"Wir haben eine junge Mannschaft, die hoch motiviert ist, die marschieren will von der ersten bis zur letzten Minute. Davon bin ich felsenfest überzeugt", sagte er.

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"Es ist gilt jetzt, die nötige Balance zu finden. Eine zu hohe Drehzahl beim Auto heißt Motorschaden. Mit einer guten Ausgeglichenheit, mit Selbstvertrauen und nicht zu hektisch am Ball, glaube ich einfach, dass es die Jungs gut machen."

Die Vorbereitung lief bis auf die letzten beiden Testspiele gegen Stettin (0:1) und bei Union Berlin (0:3) harmonisch.

In der Vorsaison besiegte Dynamo Dresden den FC Ingolstadt mit 4:0

Die letzten taktischen Anweisungen vor dem Spiel: Der Auftakt gegen Ingolstadt ist für Alexander Schmidt das 26. Spiel als Zweitliga-Trainer.
Die letzten taktischen Anweisungen vor dem Spiel: Der Auftakt gegen Ingolstadt ist für Alexander Schmidt das 26. Spiel als Zweitliga-Trainer.  © Lutz Hentschel

Gerade die Niederlage an der Alten Försterei lieferte ihm noch einmal wichtige Erkenntnisse.

"Was in der Vorbereitung war, ist jetzt mit dem Anpfiff hinfällig, auch die Ergebnisse. Wir haben gerade im letzten Spiel gesehen, was uns noch fehlt. Wir dürfen uns einfach keine individuellen Schnitzer erlauben. Das haben wir analysiert. Jetzt blicken wir positiv auf das erste Spiel gegen Ingolstadt mit den Fans im Rücken", so Schmidt.

Gegner Ingolstadt ist als Dritter in der Relegation gegen Osnabrück aufgestiegen. Im letzten Heimspiel der Dresdner Ende Februar gelang ein klares 4:0.

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Damals war Schmidt noch nicht Trainer. Auch weil der Kontrahent ebenfalls seinen Übungsleiter - von Tomas Oral auf Roberto Pätzold - gewechselt hat, wird er das Video von dem Spiel nicht mehr zeigen.

"Er hat seine eigene Philosophie. Was ich gesehen habe, ist das eine recht giftige Spielweise mit einer guten Arbeit gegen den Ball", analysierte Schmidt.

"Aber wir werden alles dafür tun, dass wir Ingolstadt daheim besiegen", gab er die Zielstellung unmissverständlich aus: "Wir wollen die drei Punkte."

Also, Vorhang auf mit dem abgewandelten Hit der Toten Hosen: Jetzt komm Alex!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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