MSV Duisburg nach Pleite gegen Dynamo tief in der Krise! Coach Lettieri "sauer"

Duisburg - Die nächste Niederlage für den MSV Duisburg! Der Traditionsverein findet sich nach der 0:3-Heimpleite gegen Dynamo Dresden auf dem vorletzten Platz wieder und steckt weiterhin tief in der Krise.

Laufen beide ihrer grandiosen Form der Vorsaison hinterher: MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp (33, 2.v.l.) und Sturmriese Vincent Vermeij (26, 2.v.r.).
Laufen beide ihrer grandiosen Form der Vorsaison hinterher: MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp (33, 2.v.l.) und Sturmriese Vincent Vermeij (26, 2.v.r.).  © Picture Point / Gabor Krieg

Dabei bekamen die Zebras auf der Pressekonferenz nach der Partie sogar ein paar aufmunternde Worte von SGD-Coach Markus Kauczinski zu hören: "Duisburg hat nicht aufgegeben, sondern gekämpft bis zum Schluss. Da ziehe ich den Hut vor."

MSV-Trainer Gino Lettieri (53) war hingegen alles andere als begeistert und sprach seinem Team eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Diese sei bei den Zebras "zwischendrin nicht da" gewesen.

Er erklärte: "Die erste Halbzeit war richtig ausgeglichen. Wir hatten ein paar gute Ansätze, wo wir in der Endzone leider den freien Nebenmann nicht gesehen haben." Da hätte man "nur einmal querspielen" müssen und wäre "zweimal frei aufs Tor zugelaufen".

Dann fand Lettieri sehr deutliche Worte: "Was mich richtig sauer macht, ich habe es kurz vorm Spiel, drei Minuten bevor wir rausgegangen sind, jedem Spieler noch gesagt: bei Standardsituationen Augen auf!" Da müsse man sich nur ein paar Sekunden konzentrieren. "Und wir kassieren drei Tore aus ruhenden Bällen." Zwei nach Einwürfen und eines nach einem Eckball, an dessen Ende Christoph Daferner ohne einen Gegenspieler im Umkreis problemlos einschießen durfte.

Deshalb war der neue Übungsleiter der Duisburger sichtlich angefressen und fand auch für die fehlende Durchschlagskraft Erklärungen. Man leiste sich "viel zu viele Ballverluste nach Balleroberungen". Dazu bleibe das Team "nicht klar am Ball" und spiele "viel zu langsam". Gegen Dynamo habe "sich die vordere Reihe kaum durchgesetzt." Seine Mannschaft müsse "cleverer" agieren.

Pressekonferenz nach dem Spiel zwischen dem MSV Duisburg und Dynamo Dresden

Die Spieler des MSV Duisburg wurden nach der Partie von Ordnern begleitet zu ihren Autos gebracht. Dabei mussten sie sich Pfiffe und "Pfui"-Rufe der Fans anhören.
Die Spieler des MSV Duisburg wurden nach der Partie von Ordnern begleitet zu ihren Autos gebracht. Dabei mussten sie sich Pfiffe und "Pfui"-Rufe der Fans anhören.  © Tom Jacob

Fans des MS Duisburg machen ihrem Ärger nach der Partie Luft

MSV-Coach Gino Lettieri (53) sprach nach der Pleite Klartext.
MSV-Coach Gino Lettieri (53) sprach nach der Pleite Klartext.  © Picture Point / Gabor Krieg

Besonders bitter ist für die Zebras, dass die Führungsspieler momentan ihrer Form hinterherlaufen.

Moritz Stoppelkamp (33) ist nach seinem Pfeifferschen Drüsenfieber noch nicht wieder in guter Verfassung, auch Sturmriese Vincent Vermeij hing gegen Dresden in der Luft und konnte sich nicht in Szene setzen.

Nur zwölf Tore in 13 Spielen und 24 Gegentore zeigen deutlich, dass der MSV aktuell defensiv und offensiv zu kämpfen hat und sich deshalb zu Recht auf dem 19. Rang wiederfindet.

Als wäre all das noch nicht genug, ist der Trainerwechsel von Torsten Lieberknecht (47) zu Lettieri komplett verpufft. Denn der neue Coach kassierte zwei Niederlagen und holte lediglich zwei Remis. Duisburg wartet unter ihm noch immer auf den ersten Sieg.

Und der Druck nimmt mit jedem weiteren Negativerlebnis zu. Gelingt nicht bald eine Trendwende, dann drohen die Zebras den Anschluss zu verpassen. Das ist auch im Umfeld zu spüren. Nach der Partie wurde die von Ordnern begleitete Mannschaft von gut 100 Fans, die sich vor dem Stadion versammelt hatten, ausgepfiffen und mit "Pfui"-Rufen bedacht.

Die Stimmung und die sportliche Lage waren in Duisburg definitiv schon mal besser.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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