Nach Dynamo-Fan-Randale: Dresdens Polizeipräsident Rodig sagt oberfränkischen Kollegen Hilfe zu

Bayreuth/Dresden - Die Randale der Fans von Dynamo Dresden beim 1:1 am Wochenende bei der SpVgg Bayreuth werden ein Nachspiel haben.

Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (59) sagte den Kollegen in Oberfranken Unterstützung zu.
Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (59) sagte den Kollegen in Oberfranken Unterstützung zu.  © Thomas Türpe

Die Soko "Hauptallee" (14 Beamte) hilft der Kripo Bayreuth bei der Identifizierung der Chaoten.

14 verletzte Polizisten, ein zerstörter Imbissstand, ruinierte Stadion-Toiletten, ein verwüsteter Sonderzug, ein Angriff auf einen Foto-Journalisten, ein Sachschaden von über 20.000 Euro: Das alles geht auf das Konto der SGD-Randalierer, die zum Teil dabei gefilmt und fotografiert wurden.

Grundsätzlich führt zwar die Polizei in Bayreuth die Ermittlungen. Doch am heutigen Dienstag sagte der Dresdner Polizeipräsident Lutz Rodig (59) den bayrischen Kollegen Unterstützung zu.

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Dynamo Dresden Matthias Döschner will in den Dynamo-Aufsichtsrat: Markige Worte, folgen Taten?

"Bei 14 verletzten Polizisten sehe ich die Dresdner Polizei in einer besonderen Verantwortung. Dabei ist es unerheblich, dass die Gewalttäter nicht in unserem Zuständigkeitsbereich handelten."

Die Dresdner Ermittler werden mit ihrem Know-how helfen, das Bild- und Video-Material auszuwerten und Identitäten zuzuordnen. Für Rodig ist es mit der strafrechtlichen Aufarbeitung nicht getan.

Hinter dem Gäste-Fanblock in Bayreuth kam es am Samstag zu den Ausschreitungen. Die Täter, die gefilmt und fotografiert worden sind, sollen jetzt ermittelt werden.
Hinter dem Gäste-Fanblock in Bayreuth kam es am Samstag zu den Ausschreitungen. Die Täter, die gefilmt und fotografiert worden sind, sollen jetzt ermittelt werden.  © imago/Dennis Hetzschold

Er beklagt, dass es trotz "intensiverer Kommunikation" mit dem Klub immer wieder zu "Gewaltausbrüchen" kommt. "Miteinander Reden ist sicher Voraussetzung, aber damit allein kommen wir keinen Schritt weiter." Nach der Randale in Dresden im Mai 2021 wurden bislang 321 Tatverdächtige identifiziert.

Titelfoto: IMAGO/Dennis Hetzschold/Thomas Türpe

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