Nach Ex-Dynamo Paul Milde: Energie Cottbus schnappt sich auch Flügelflitzer von Hertha BSC!

Cottbus - Neunter Neuzugang für die Lausitzer! Der FC Energie Cottbus hat sich mit Ali Abu-Alfa (22) von Hertha BSC II verstärkt.

Ali Abu-Alfa (22, v.-r.) war in der Regionalliga Nordost auch für den Berliner AK am Ball.
Ali Abu-Alfa (22, v.-r.) war in der Regionalliga Nordost auch für den Berliner AK am Ball.  © picture point/Sven Sonntag

Das gab der FCE am Dienstag bekannt. Cheftrainer Klaus-Dieter "Pele" Wollitz (56) sagte auf der Klub-Homepage: "Wir haben uns auf der Suche nach einem schnellen und spielstarken Akteur für die linke Außenbahn sehr viele Spieler angeschaut. In der vergangenen Saison ist uns Ali bereits mehrfach intensiv aufgefallen, sodass wir uns genauer mit ihm beschäftigt haben."

Er führte über den ehemaligen Cottbuser Jugendspieler weiter aus: "Zudem haben wir uns Informationen aus seiner damaligen Zeit in unserem Nachwuchsbereich zukommen lassen. In den angenehmen gemeinsamen Gesprächen haben wir beiderseitig gemerkt, dass der Fußball, den wir als Mannschaft spielen wollen, sehr gut zu seiner Spielweise passen kann und uns letztlich für eine Verpflichtung entschieden."

Abu-Alfa war zur Saison 2016/17 von Tennis Borussia Berlin in die Energie-U19 gewechselt, wo er aber nur ein halbes Jahr aktiv war und damals in der A-Junioren Bundesliga zum Einsatz kam, bevor er sich für sechs Monate dem 1. FC Union Berlin anschloss, ehe der U23-Nationalstürmer Palästinas für zwei Jahre zu Borussia Mönchengladbach wechselte.

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Da er sich in der Regionalliga West nicht durchsetzen konnte, ging er Mitte Juli 2019 zum FC Rot-Weiß Erfurt, den er bereits im Januar 2020 wieder verließ und sich dem Berliner Athletik Klub 07 anschloss, für den der technisch versierte Dribbelkünstler immerhin eineinhalb Jahre aktiv war und in 14 Partien vier Treffer beisteuerte.

Ali Abu-Alfa verstärkt den FC Energie Cottbus

Ali Abu-Alfa soll beim FC Energie Cottbus gemeinsam mit Paul Milde wirbeln

Der frühere Chemnitzer und Dresdner Paul Milde (27) wird in der kommenden Saison für den FC Energie Cottbus auflaufen.
Der frühere Chemnitzer und Dresdner Paul Milde (27) wird in der kommenden Saison für den FC Energie Cottbus auflaufen.  © Picture Point/Gabor Krieg

In der zurückliegenden Saison kickte er dann für Hertha BSC II, war hier Stammkraft und steuerte in 28 Spielen drei Tore und vier Vorlagen bei.

Genau diese Quote muss er in Cottbus verbessern, wenn er mithelfen will, die abgewanderten Nikos Zografakis (22, noch vereinslos), Maximilian Pronichev (24, SV Horn), Erik Engelhardt (24, VfL Osnabrück), Janik Mäder (25, BSG Chemie Leipzig), Theo Harz (18, Hamburger SV II) und Max Kremer (33, VfL Sportfreunde Lotte).

Mit den Mittelstürmern Tim Heike (22, VfB Germania Halberstadt), Eric Hottmann (22, Türkgücü München), Rechtsaußen Maximilian Oesterhelweg (31, FC Carl Zeiss Jena) und besonders Flügelflitzer Paul Milde (27, Kickers Offenbach) hat er einige fähige Spieler an seiner Seite.

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Letztgenannter, ausgebildet und fünf Jahre bei Dynamo Dresden am Ball, kennt die Nordost-Staffel aus seiner Zeit beim Chemnitzer FC und FSV Budissa Bautzen bestens und dürfte mit seinen Vorbereiter-Qualitäten noch sehr wertvoll für seinen neuen Klub werden.

Wie Abu-Alfa muss er sich aber speziell in Sachen Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse verbessern. Abu-Alfa muss sich zusätzlich eine noch zielstrebigere Spielweise aneignen und wissen, wann er ins Eins-gegen-eins gehen kann bzw. wann er lieber passen sollte. Gelingt ihm das, hat er das Zeug dazu, beim FC Energie dauerhaft zum Leistungsträger zu werden.

Ali Abu-Alfa (22) erzielte in 49 Regionalliga-Einsätzen sechs Tore und gab fünf Vorlagen, kam bei Hertha BSC II zuletzt regelmäßig zum Zug.
Ali Abu-Alfa (22) erzielte in 49 Regionalliga-Einsätzen sechs Tore und gab fünf Vorlagen, kam bei Hertha BSC II zuletzt regelmäßig zum Zug.  © imago/Metodi Popow

Denn ganz so gut besetzt wie in der Vorsaison wirkt der FCE (noch) nicht. Aber es sind ja auch noch einige Wochen bis zum Auftakt am 5. August bei Liga-Mitfavorit VSG Altglienicke um deren Lausitz-Legende und Co-Trainer Torsten Mattuschka (41).

Titelfoto: imago/Metodi Popow

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