Nach Krawallen beim Aufstieg: Dynamo "verurteilt diese Gewalt auf das Schärfste"

Dresden - Der sportliche Aufstieg von Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga wurde von schockierenden Szenen überschattet, als vor dem Rudolf-Harbig-Stadion Chaoten auf die Polizei losgingen und es zu Ausschreitungen kam. Am Montagabend bezieht der Verein Stellung und verurteilt "die Gewalt auf das Schärfste".

Polizisten und Fans standen sich in der Nähe des Stadions gegenüber. Es gab zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten.
Polizisten und Fans standen sich in der Nähe des Stadions gegenüber. Es gab zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten.  © DPA / Sebastian Kahnert

"Die Bilder des gestrigen Tages stehen für sich, denn sie sprechen eine deutliche Sprache", erklären die Dynamo-Geschäftsführer Ralf Becker und Jürgen Wehlend und möchten sich im Namen des Vereins bei allen Verletzten entschuldigen.

"Insbesondere die offenbar gezielten Angriffe einer gewaltbereiten Minderheit auf Journalisten und Polizisten sind in unseren Augen Grenzüberschreitungen, die wir unter keinen Umständen tolerieren", heißt es in der offiziellen Mitteilung.

"Wir bedauern es zutiefst, dass Randalierer und Gewalttäter es geschafft haben, dass am heutigen Tag nur noch wenig über die grandiose Leistung unserer Aufstiegsmannschaft gesprochen wird, aber umso mehr über die verheerenden Bilder aus Dresden", werden Becker und Wehlend zitiert.

In die interne Auswertung der Vorfälle wurden auch Veranstaltungsleiter und Sicherheitsbeauftragter, die Fanbeauftragten des Vereins und Vertreter des Fanprojekts sowie der Stadion Dresden Projekt Gesellschaft einbezogen.

Dynamo-Geschäftsführer: "Es wurden Fehler gemacht"

Am Sonntagnachmittag hatten sich Tausende Fans in die Nähe des Rudolf-Harbig-Stadions versammelt, um das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die 2. Liga mitzuerleben. Das Gros verhielt sich friedlich.

Bis in die Mitte der 2. Halbzeit verlief alles ruhig. Dann kam es zur Auseinandersetzung von Randalierern mit Einsatzkräften. Es wurden 185 Polizeibeamte verletzt, eine noch nicht zu beziffernde Anzahl von Fans und Mitgliedern der SGD sowie zwei Medienvertreter.

Nach der internen Analyse soll nun herausgearbeitet werden, "wie aus der zunächst friedlichen Ansammlung von Dynamo-Fans erst eine kollektive Enthemmung und im weiteren Verlauf extreme Eskalation entstehen konnte", heißt es.

"Fest steht schon jetzt: Es wurden Fehler gemacht – und zwar auf allen Seiten. Ansonsten wäre es nicht zu einer derart gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen", erklären die SGD-Geschäftsführer.

Titelfoto: DPA / Sebastian Kahnert

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