Nach roter Karte: Sperre für Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz

Dresden/Frankfurt am Main - Am Samstag erhielt Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz (54) bei Auswärtsspiel in Saarbrücken eine rote Karte (TAG24 berichtete). Nun befand das DFB-Sportgericht über weitere Sanktionen.

Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz betritt das Spielfeld.
Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz betritt das Spielfeld.  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Wegen "unsportlichen Verhaltens" gesperrt für ein Spiel, so lautet das Urteil der Sportrichter. Am heutigen Mittwoch wurde es in Frankfurt gesprochen. Dynamo Dresden stimmte dem Urteil zu, es ist somit rechtskräftig.

Scholz darf deshalb am kommenden Sonntag (14 Uhr) gegen den TSV 1860 München nicht in den Innenraum des Rudolf-Harbig-Stadions. Cheftrainer Markus Kauczinski (50) muss seine Mannschaft alleine anleiten.

Konkret wird es Heiko Scholz verboten, sich ab einer halben Stunde vor Anstoß und bis eine halbe Stunde nach Abpfiff im Innenraum, in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufzuhalten. 

Im gesamten Zeitraum darf "Scholle" nicht mit der Mannschaft in Kontakt treten. Von der Tribüne aus zusehen wäre jedoch erlaubt.

Doch wie kam es zu dieser Strafe?

Am Samstag erhielt Stürmer Ransford Königsdörffer (19) in Saarbrücken eine gelbe Karte, weil er einem gegnerischen Spieler den Ball wegschlug. 

Daraufhin sprang Saarbrückens Co-Trainer auf und sagte etwas. "Heiko hat irgendetwas geantwortet, was nicht der Rede wert war", erklärte Saarbrückens Coach Lukas Kwasniok nach dem Spiel gegenüber TAG24.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski kann Entscheidung nicht verstehen

"Das ist Fußball, das ist unter Männern so. Wenn wir das nicht mehr dürfen, weiß ich auch nicht. Das war nicht einmal eine Gelbe Karte, das war gar nichts", verteidigte Kwasniok den gegnerischen Co-Trainer weiter.

Die rote Karte von Schiedsrichter Nicolas Winter (28) löste auch bei Dynamo-Trainer Markus Kauczinski Unverständnis aus: "Das war keine Beleidigung oder so etwas. Nichts, wofür man die Rote Karte ziehen muss."

Nun muss der Trainer dennoch allein auskommen, wenn es Sonntag gegen München rangeht.

Titelfoto: dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

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