Nach UEFA-Verbot: Rudolf-Harbig-Stadion erstrahlt in Regenbogenfarben

Dresden - Gegen das Verbot, das Münchner EM-Stadion am Mittwochabend zum Deutschland-Spiel in Regenbogenfarben anzustrahlen, stellen sich nun immer mehr weitere Stadien. So auch das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion - Heimspielstätte von Dynamo Dresden.

Im Rahmen des Public Viewings im Rudolf-Harbig-Stadion wird es auch in Dresden eine Regenbogen-Beleuchtung geben.
Im Rahmen des Public Viewings im Rudolf-Harbig-Stadion wird es auch in Dresden eine Regenbogen-Beleuchtung geben.  © Stadion Dresden Projektgesellschaft

"Auch wir werden morgen im Rahmen der technischen Möglichkeiten eine bunte Beleuchtung in Regenbogen-Farben herstellen", so Ronald Tscherning, Leiter der Stadion Dresden Projektgesellschaft, zu TAG24.

Mehrere Stadien kündigten bereits an, ihre Arenen in bunten Farben aufleuchten zu lassen, u.a. Berlin, Köln, Frankfurt, Augsburg, Düsseldorf.

Laut der Vereinigung deutscher Stadionbetreiber (VdS) werden "jene Stadien, die über die entsprechenden technischen Möglichkeiten verfügen, werden am 23. Juni 2021 in Regenbogenfarben erstrahlen".

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Und weiter: "Jene Klubs, deren Stadien dazu technisch nicht in der Lage sind, werden sich auf andere Art und Weise solidarisch erklären, etwa durch Regenbogenfahnen oder Inhalte auf ihren Social-Media-Kanälen."

UEFA lehnt Regenbogenfarben in München ab

So sollte eigentlich das Stadion in München am Mittwochabend leuchten. Doch die UEFA lehnte den Antrag ab.
So sollte eigentlich das Stadion in München am Mittwochabend leuchten. Doch die UEFA lehnte den Antrag ab.  © Tobias Hase/dpa

In Dresden wird die Aktion im Rahmen des Public Viewings stattfinden.

"Alle, wirklich alle, haben Ihren Platz in unseren Stadien. Völlig egal, ob Spieler oder Besucher. Ganz gleich, woher man stammt, welcher Religion man angehört oder welche sexuelle Orientierung man hat", so die VdS.

Hintergrund ist die Ablehnung eines Antrags des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (63, SPD) am Dienstag. Begründung: "Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage - eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt - muss die UEFA diese Anfrage ablehnen", teilte die Europäische Fußball-Union mit.

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Das ungarische Parlament billigte am vergangenen Dienstag ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

Das UEFA-Verbot sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Ungarn hingegen hat die Entscheidung der UEFA begrüßt. Die Europäische Fußball-Union habe "die richtige Entscheidung getroffen", sagte Außenminister Péter Szijjártó (42).

Titelfoto: Stadion Dresden Projektgesellschaft

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