Nach zehn Monaten Verletzungspause: Weihrauch bei Dynamo zurück auf dem Rasen

Dresden - Als Patrick Weihrauch letztmals in einem Punktspiel für die SG Dynamo Dresden auflief, war Alexander Schmidt noch Trainer beim Gegner. Es ist also sehr lange her. Am 8. Januar dieses Jahres verlor Dresden in der 3. Liga bei Türkgücü München mit 0:1. Seither fehlte der 27-Jährige verletzt. Beim 3:1 am Freitag im Test gegen Usti nad Labem gab er sein Comeback.

Feines Füßchen: Bei seinem Comeback war zu sehen, dass Patrick Weihrauch (r.) und der Ball gute Freunde sind. Technisch zeigte er sofort sein Können.
Feines Füßchen: Bei seinem Comeback war zu sehen, dass Patrick Weihrauch (r.) und der Ball gute Freunde sind. Technisch zeigte er sofort sein Können.  © Lutz Hentschel

Zugezogen hatte er sich die Verletzung, als er im Dezember 2020 im Heimspiel gegen Verl (4:1) bei einer Ecke in den Rasen trat. Danach machte er noch einige Spiele, doch nach Türkgücü ging nichts mehr.

Zwei Sprunggelenks-Operationen musste Weihrauch über sich ergehen lassen.

Die komplette Rückrunde im Frühjahr verpasste er. Als es zu Beginn der Saisonvorbereitung nach einem Comeback aussah, machte der Fuß wieder Probleme, eine zweite OP war nötig. Hieß für ihn: Wieder vier Monate Pause.

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Am Freitagnachmittag durfte er im Testspiel in der zweiten Halbzeit ran.

"Ging gut, mir geht's gut", grinste er abgekämpft nach der Partie.

"Nach 25 Minuten habe ich aber gemerkt, dass die Luft weg ist", weiß er, dass es noch ein weiter Weg zurück zu alter Stärke ist. Wie weit er ist und wie lange er dauert, kann selbst Schmidt nicht einschätzen. "Das ist bei jedem Spieler anders", sagte er.

"Bei Patrick muss man sehen. Er hat super angefangen. Fairerweise muss man auch sagen, dass nach 20 Minuten die Kraft weg war. Ich sage, ein Kurzeinsatz wäre jetzt okay. Aber von der Kraft her ist es noch ein bisschen schwierig", so der Coach.

Mit Ball am Fuß hat Patrick Weihrauch nichts verlernt

Nach 25 Minuten war die Kraft weg. Zum Schluss saß Patrick Weihrauch ausgepumpt auf dem Rasen.
Nach 25 Minuten war die Kraft weg. Zum Schluss saß Patrick Weihrauch ausgepumpt auf dem Rasen.  © Lutz Hentschel

Was bei Weihrauch zu sehen war: Mit Ball am Fuß blitzte die Klasse sofort wieder auf. Das verlernt man auch nicht.

In den Zweikämpfen hielt er sich allerdings noch vornehm zurück, er scheute das absolute Risiko. Versuchte ein Tscheche, ihn in einen Zweikampf zu verwickeln, zog er zurück. Aber das ist nach zehn Monaten Pause ein völlig normaler Vorgang. Das Vertrauen in den eigenen Körper kann noch gar nicht wieder vollständig zurück sein.

"Man hat gesehen, dass er ein geiler Kicker ist", freute sich Schmidt, dass Weihrauch zumindest wieder zu einer Alternative im offensiven Mittelfeld werden kann.

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Und wenn es - wie der Trainer erklärte - erst einmal nur Kurzeinsätze wären. Die Pässe, die Weihrauch aus dem Fußgelenk spielen kann, haben den Dynamos in den letzten Wochen gefehlt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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