Nach Zusammenprall: Dynamo-Kämpfer Paul Will zurück in Dresden!

Kaiserslautern - "Eins vorweg", sagte Dirk Schuster (54), Trainer des 1. FC Kaiserslautern, nach dem 0:0 im Hinspiel der Zweitliga-Relegation gegen Dynamo Dresden: "Wir wünschen Paul Will alles erdenklich Gute. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm und er kann Dienstag wieder spielen." Doch daran gibt es erhebliche Zweifel.

Paul Will (23, 2.v.r.) musste schon in der 21. Minute vom Feld.
Paul Will (23, 2.v.r.) musste schon in der 21. Minute vom Feld.  © Imago / Jan Huebner

"Paul wurde mit einer schweren Gehirnerschütterung in die Klinik gebracht. Dort bleibt er zur Beobachtung, er ist nicht mit der Mannschaft zurückgeflogen", erklärte Dynamos Coach Guerino Capretti (40).

Passiert war es früh in der Partie. Nach 14 Minuten knallte Will (23) mit Lauterns Daniel Hanslik (25) in der Luft mit den Köpfen zusammen. Er probierte es zwar nochmal, aber es ging nicht.

Sichtlich benommen wurde er vom Feld geführt. "Ihm war es schwindlig, er hat doppelte Bilder gesehen", so Capretti.

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Für Will kam Yannick Stark (31), der sich nahtlos einfügte und zudem Ordnung in die Reihen brachte.

"Kompliment an Yannick. Für ihn war das keine einfache Situation. Ich hatte vor Wochen mit ihm gesprochen. Da hat er gesagt: 'Trainer, es ist, wie es ist. Wenn du mich brauchst, bin ich da.' Das hat er gezeigt. Das beweist auch, dass er ein toller Profi ist."

Stark wird aller Voraussicht nach auch am Dienstag beginnen.

Mittlerweile hat Will hat das Krankenhaus in Kaiserslautern laut der SGD wieder verlassen und ist bereits zurück in Dresden.

Mannschaftsarzt Onays Al-Sadi erklärte: "Aufgrund des erlittenen Schädelhirntraumas haben wir umgehend gemäß des Protokolls bei Kopfverletzungen gehandelt und die entsprechenden Maßnahmen sehr zielführend umgesetzt. Nach seinem zweiten Treffer am Kopf beklagte er plötzlich Sehstörungen, sodass wir unmittelbar auf dem Spielfeld dem Schiedsrichter die notwendige Auswechslung signalisiert haben."

Er führte weiter aus: "Paul Wills Zustand war zu jeder Zeit stabil, ihm geht es wieder deutlich besser. Ein Dank gehört auch dem umsichtigen und sensibilisierten Schiedsrichter sowie dem beteiligten medizinischen Personal in Kaiserslautern, es war ein sehr gutes Zusammenarbeiten."

Text aktualisiert: 21. Mai, 21.08 Uhr

Titelfoto: Imago / Jan Huebner

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