Neuer Sportchef Becker ist da! "Dynamo ist große Nummer"

Dresden - Es wird ab sofort Schwäbisch gesprochen in Sachsen! Ralf Becker wurde Mittwochnachmittag als neuer Sportdirektor der SG Dynamo Dresden vorgestellt.

Ralf Becker (49) sitzt bei seiner Vorstellung auf dem Podium.
Ralf Becker (49) sitzt bei seiner Vorstellung auf dem Podium.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der 49-Jährige hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben. Spätestens dann sollen die Schwarz-Gelben wieder in der 2. Bundesliga. Spätestens wohlgemerkt.

Ein Satz kam natürlich als Floskel: "Ich freue mich, hier sein zu dürfen", sagte er in seinem Dialekt. Aber: Becker hatte auch Angebote von anderen Vereinen, zum Beispiel vom 1. FC Nürnberg.

Trotzdem - und trotz der Nachfolge in die riesengroßen Fußstapfen von Ralf Minge und des Abstiegs - hat er sich für Dynamo entschieden. Passiert auch nicht alle Tage.

"Die Gespräche waren von Anfang an sehr gut. Wir haben jetzt einen Ist-Zustand, den wir akzeptieren müssen. Aber Dresden ist eine ganz große Nummer im deutschen Fußball und auch international. Es ist ein finanziell gesunder Verein mit tollen Möglichkeiten. Daher hat sich die Frage nicht gestellt", begründete er seinen Entschluss, nach Dresden zu gehen.

Neuer Dynamo-Sportchef Ralf Becker scharrt mit den Hufen

Ralf Becker (49) steht nach seiner Vorstellung auf dem Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion.
Ralf Becker (49) steht nach seiner Vorstellung auf dem Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die zwei Jahre seiner Laufzeit sind dennoch bewusst gewählt. "Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Die zwei Jahre sollen ausdrücken, was wir erreichen wollen. Aber wir sind schon nächstes Jahr extrem ehrgeizig, wir werden alles machen, die maximal beste Mannschaft zu haben", will er schon in der kommenden Saison angreifen - und sogleich mit der Arbeit beginnen, sich nicht ablenken lassen.

Becker wird in den kommenden Wochen erst einmal ins Hotel ziehen. "Wenn dann Zeit ist, werde ich mir eine schöne Wohnung suchen."

Schon vor seiner Vorstellung hat er mit seiner Arbeit begonnen, saß mit Trainer Markus Kauczinski und Kaderplaner Kristian Walther zusammen.

"Kristian war schon sehr fleißig. Wir werden mögliche Transfers gemeinsam tätigen. Es wird keiner kommen, den der Trainer nicht will." Gleiches trifft auf Leute zu, deren Verträge auslaufen oder mit jenen Spielern, die Verträge haben und gehalten werden sollen.

"Ich brauche auf dem Platz eine Mannschaft, die ausstrahlt. Die kann auch verlieren, wird auch verlieren. Aber die muss einfach ausstrahlen, dass sie weiß, für welchen Verein sie spielt. Das sind immer schöne Sätze, das wird wahrscheinlich jeder sagen. Grundsätzlich ist uns wichtig: Wir wollen Persönlichkeiten in der Truppe haben, wollen durchaus emotionale Typen bringen, die den Verein auf dem Platz widerspiegeln. Wir brauchen eine gute Struktur, einige Achsenspieler, wir brauchen Gesichter nach außen. Da haben wir genug zu tun in den nächsten Wochen, die richtigen Leute zu finden", lief Becker gleich heiß und machte sich nach seiner Vorstellung sofort ans Werk.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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