Neuzugang Akaki Gogia schwärmt von Dynamo: "Ich wäre jederzeit gekommen"

Dresden - In der 2. Bundesliga spielte sich Akaki Gogia (30) in der Herzen der Fans von Dynamo Dresden, anschließend wechselte er zum 1. FC Union Berlin und erlebte fortan eine schwierige Zeit. Mit der Rückkehr an die Elbe ging für den offensiven Mittelfeldmann daher ein großer Wunsch in Erfüllung.

Gegen den FC Ingolstadt 04 stand Akaki Gogia (30, l.) erstmals wieder über 90 Minuten für Dynamo Dresden auf dem Platz und durfte sich über das zwischenzeitliche 1:0 von Stefan Kutschke (33) freuen.
Gegen den FC Ingolstadt 04 stand Akaki Gogia (30, l.) erstmals wieder über 90 Minuten für Dynamo Dresden auf dem Platz und durfte sich über das zwischenzeitliche 1:0 von Stefan Kutschke (33) freuen.  © Lutz Hentschel

"Schon als ich damals ging, habe ich darüber nachgedacht. Ich hatte eigentlich nie mit Dresden abgeschlossen, es war immer in meinem Kopf", erklärte der Deutsch-Georgier, den alle nur "Andy" nennen, im Interview mit der "Bild".

Gefühlt sei er nie weg gewesen, da er die SGD "immer verfolgt" habe. Das schwarz-gelbe Kapitel seiner Karriere gehörte außerdem zu den erfolgreichsten.

Nach dem Transfer vom FC Brentford in die sächsische Landeshauptstadt wurde der variabel einsetzbare Angreifer schnell zum absoluten Leistungsträger. In der Saison 2016/17 absolvierte er wettbewerbsübergreifend 24 Partien, in denen er zehn Treffer erzielte und zwei Assists verteilte.

Fans vom Dresdner SC von Dynamo-Anhängern angegriffen?
Dynamo Dresden Fans vom Dresdner SC von Dynamo-Anhängern angegriffen?

Doch nicht nur er konnte dem Dynamo-Spiel seinen Stempel aufdrücken, im Gegenzug hat die Zeit bei der Sportgemeinschaft auch ihn geprägt - und zwar im positiven Sinne.

"Der Verein ist geil, die Fans sind unglaublich, die Stadt ist super. Es ist schon eine Herzensangelegenheit. Egal, wann ein Angebot da gewesen wäre, ich wäre jederzeit gekommen", schwärmte Gogia.

Eine Verletzung schenkte Akaki Gogia sein Liebesglück

Schrecksekunde im Spiel gegen Eintracht Frankfurt: Akaki Gogia (30) verletzte sich im September 2019 schwer am rechten Bein.
Schrecksekunde im Spiel gegen Eintracht Frankfurt: Akaki Gogia (30) verletzte sich im September 2019 schwer am rechten Bein.  © Tom Weller/dpa

In Berlin warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück. Besonders der Kreuzbandriss im September 2019 stellte eine Zäsur in der sportlichen Laufbahn des ehemaligen U19-Nationalkickers dar. Anschließend fiel er über ein Jahr aus und verpasste 37 Pflichtspiele der "Eisernen".

Allerdings führte die unschöne Zwangspause wenigstens zu privatem Glück. "Der Kreuzbandriss hat mir meine Frau geschenkt, weil ich sie dadurch kennengelernt habe. Vanessa war meine Physiotherapeutin in der Reha", erinnerte sich der Dynamo-Neuzugang.

Und fügte an: "Alles hat seinen Grund. Heute haben wir zwei bezaubernde Kinder. Mariella ist zwei Jahre und Matteo etwa neun Monate."

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Dynamo Dresden Dynamo-Talent Paul Lehmann auf dem Sprung nach oben!

Im Sommer 2021 verließ er Union und wechselte zum FC Zürich, bei dem er zwar prompt Meister wurde, über die Rolle des Ergänzungsspielers - auch aufgrund einer weiteren Fußverletzung - aber nie hinauskam.

"Die Situation war schwer, ich wurde kaum mehr eingesetzt. Wenn du gar nicht gebraucht wirst und gefühlt niemand mit dir redet, fehlt dir die Motivation. Da habe ich nach einer anderen Lösung gesucht", erklärte Gogia.

Akaki Gogia ist noch nicht bei 100 Prozent

Zusammen mit Markus Anfang (48, r.) arbeitet Akaki Gogia (30) an seiner körperlichen Verfassung.
Zusammen mit Markus Anfang (48, r.) arbeitet Akaki Gogia (30) an seiner körperlichen Verfassung.  © Lutz Hentschel

Nun möchte er bei Dynamo wieder angreifen, muss dazu aber erstmal richtig fit werden.

"Ich habe gemerkt, dass mir momentan noch über 90 Minuten die Power am Ende fehlt. Bei 100 Prozent bin ich lange nicht, brauche noch ein paar Spiele. Vor allem die Länderspielpause und der Landespokal helfen da", so der Rechtsfuß.

Der neue SGD-Coach unterstützt ihn dabei: "Markus Anfang (48) hat seine Vorstellungen vom Fußball und gibt mir viel mit. Ich muss also die Abläufe weiter kennenlernen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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