Patrick Schmidt schoss 6 Tore für Dynamo: Bleibt er in Dresden?

Dresden - Mit seinem sechsten Saisontor beim 2:2 gegen Osnabrück verlässt Patrick Schmidt Dynamo Dresden. Ob er wieder oder weiter hier auf Torejagd gehen wird, hängt wohl auch von der Zukunft seines Stammvereins Heidenheim ab. Gewinnt der 1. FC die Relegation gegen Werder Bremen wäre es durchaus denkbar, dass der Stürmer zurückkommt. Aber erst einmal hieß es Abschied nehmen.

Völlig ergriffen stand Patrick Schmidt am Sonntag mit seinen Mannschaftskollegen am Stadion und verfolgte, was die Fans dort abzogen. "Ohne Worte" war der 26-Jähriger begeistert.
Völlig ergriffen stand Patrick Schmidt am Sonntag mit seinen Mannschaftskollegen am Stadion und verfolgte, was die Fans dort abzogen. "Ohne Worte" war der 26-Jähriger begeistert.  © DPA/Robert Michael

Nie geht man so ganz, das weiß auch der 26-Jährige. Er nimmt viele gute Eindrücke aus seinen sechs Monaten in Elbflorenz mit. Das "Tor des Monats" März mit seinem Fallrückzieher beim 2:1-Sieg gegen Aue, Derbyheld, enthusiastische Fans, die ihn und seine Mannschaft mit viel Applaus in den Sommer schickten. 

Ergriffen stand er am Sonntag da, staunte, was da los war. Aber es steht eben auch der bittere Abstieg. Er war lange der Hoffnungsträger, hielt mit seinen sechs Treffern fast bis zum Schluss alles offen. 

"Jetzt kommt der klassische Satz: Ich hätte gern auf alle Tore verzichtet, wenn wir die Klasse gehalten hätten", sagte Schmidt.

"Über meine eigene Bilanz möchte ich gar nicht reden. Ich bin hierhergekommen, war sicherlich vielen kein Begriff. Der Wechsel wurde von einigen von außen auch kritisch gesehen. Aber ich habe von Anfang an die Chance bekommen. Ich konnte das mit meinen Toren in den 13 Spielen zurückzahlen. Aber wie gesagt, mit dem Abstieg fällt es schwer, über alles zu reden", so Schmidt.

Patrick Schmidt lobt Trainer Markus Kauczinski

Sein Höhepunkt in den sechs Monaten: Patrick Schmidt traf mit diesem Fallrückzieher zum 2:1 gegen Aue. Es war das "Tor des Monats" März.
Sein Höhepunkt in den sechs Monaten: Patrick Schmidt traf mit diesem Fallrückzieher zum 2:1 gegen Aue. Es war das "Tor des Monats" März.  © Matthias Rietschel

Über das, was nach dem Spiel außerhalb des Stadions stattfand, war er beinahe sprachlos. "Ohne Worte", so Schmidt. 

"Klischee hin oder her über die Dynamo-Fans. Was ich hier in diesem halben Jahr erlebt habe, ist Wahnsinn. Wir sind ab- und nicht aufgestiegen. Aber wir sind gefeiert worden. Booah, ich bin einfach nur dankbar, dass ich für so einen Verein spielen durfte."

Spielen durfte, sagte Schmidt. Gibt es irgendeine Chance, mit Dresden in die 3. Liga? "Kann ich ehrlich gesagt gar keine Antwort geben, weil es einfach so ist. Ich wollte hierbleiben, jetzt haben sich die Vorzeichen durch den Abstieg verändert, weil die Kaufoption nicht mehr da ist. Jetzt muss man erst einmal abwarten, was Heidenheim macht. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag dort. Ich kann nur sagen, dass ich mit dem Trainer von Anfang an sehr gern zusammengearbeitet habe, hatte im Training immer Spaß, was nicht alltäglich ist", lobte Schmidt Coach Markus Kauczinski und sein Team. 

Und mal sehen, vielleicht geht ja was. Ärgern würde sich sicher keiner...

Titelfoto: Matthias Rietschel

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