Rabenschwarzer Tag für Dynamo: Dritte Niederlage in Folge und Vlachodimos verletzt

Darmstadt - Schwarz wie die Trikots! Nach dem frühen Rot für Fabian Schnellhardt (8.) spielte Dynamo ewig in Überzahl und verlor. Dynamo kassierte nach einem desolaten Auftritt seine dritte Pleite in Folge. Dresden unterlag vor 7020 Zuschauern mit 0:1 (0:1) beim SV Darmstadt.

Schiedsrichter Christian Dingert zeigte dem Darmstädter Fabian Schnellhardt (wird verdeckt) die Rote Karte.
Schiedsrichter Christian Dingert zeigte dem Darmstädter Fabian Schnellhardt (wird verdeckt) die Rote Karte.  © Picture Point/S. Sonntag

Die Niederlage war verdient, weil Dresden keine Mittel hatte, ohne Tempo spielte und wieder einmal entscheidend patzte - diesmal war es Kevin Broll. Julius Kade sah zudem Gelb-Rot (71.).

Bei der Ansage der Dresdner Mannschaftsaufstellung gab es noch donnernden Applaus für Yannick Stark, der erstmals seit seinem Abgang aus Darmstadt wieder am Böllenfalltor war. Wenig später war er der Buhmann für die Fans - unberechtigt.

Fabian Schnellhardt (8.) trat ihm an der Mittellinie mit gestrecktem Bein und offener Sohle an den Kopf. Schiri Christian Dingert zog sofort Rot, absolut nachvollziehbar.

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So, nun Überzahl für Dynamo! Aber was machten die Gäste? Sie liefen wieder nach einem dicken individuellem Fehler einem Rückstand hinterher. Tobias Kempe trat aus 30 Metern einen Freistoß. Nicht scharf, nicht sonderlich platziert, aber Kevin Broll ließ das Leder über seine Finger rutschen - 1:0 SVD (15.).

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Panagiotis Vlachodimos am Knie, und zwar gleich nach der Roten Karte. Nach dem Rückstand musste er raus, wurde auf einer Trage in den Innenraum gebracht. Für ihn kam Agyemang Diawusie (18.).

Änderte sich die Statik der Partie schon nach dem Platzverweis, wurde es für die SGD nun noch extremer. Der Gastgeber zog sich zurück, lauerte auf Konter. Dresden musste das Spiel machen, rannte sich aber immer wieder fest. Das war uninspiriert, da kam nix Überraschendes. Auf die hohen Bälle Richtung Christoph Daferner hatten sich die Darmstädter längst eingestellt.

Mit diesen Elf starteten Dynamo und Darmstadt

Am Ende spielen Dynamo und Darmstadt beide nur noch zu zehnt

Panagiotis Vlachodimos konnte nicht mehr weiterspielen. Er musste mit einer Trage abtransportiert werden.
Panagiotis Vlachodimos konnte nicht mehr weiterspielen. Er musste mit einer Trage abtransportiert werden.  © Picture Point/S. Sonntag

Dass Dynamo hier mit einem Mann mehr spielte, war in keiner Sekunde zu erkennen. Das war dünn!

Schon vor der Pause reagierte Trainer Alexander Schmidt, nahm den schwachen Morris Schröter raus und brachte Paul Will (40.). Er stellte auf Dreierkette um, das Mittelfeld sollte gestärkt werden.

Dresden mühte sich nach der Pause, schaffte es aber nicht, den Gastgeber einzuschnüren. Es ging zu langsam, in den Zweikämpfen war alles nur halbherzig.

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Darmstadt war in jeder Aktion handlungsschneller, blieb mit seinen Kontern stets gefährlicher. Fabian Holland hatte früh das 2:0 (49.) auf dem Fuß, scheiterte aber am klasse reagierenden Broll. Auf der Gegenseite waren Chancen nicht gegeben. Den ersten Schuss aufs Tor gab in der Tat Will ab, da waren 69 Minuten gespielt.

Zwei Minuten später flog Kade mit Gelb-Rot runter, auch das war verdient. Bis zur 79 Minute mussten die Fans auf die erste wirkliche Chance warten. Nach einer Flanke des eingewechselten Philipp Hosiner köpfte Daferner. Marcel Schuhen glänzte mit einem Blitzreflex. Es blieb auch die letzte Möglichkeit, auf der anderen Seite hatte der SV Konterchancen im Minutentakt.

Auch Dynamo spielte zuletzt nur noch mit 10 Mann. Julius Kade flog vom Platz.
Auch Dynamo spielte zuletzt nur noch mit 10 Mann. Julius Kade flog vom Platz.  © Picture Point/S. Sonntag

Titelfoto: Montage: Picture Point/S. Sonntag

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