Königsdörffer mit Doppelpack! Dynamo besiegt den KSC dank starker 2. Hälfte

Dresden - In der zweiten Hälfte hatte Dynamo Dresden die eigenen Schuhe geputzt und geschnürt. Sie legten sich verfrüht drei Punkte in den Nikolaus-Stiefel. Mit einer Leistungsexplosion in den zweiten 45 Minuten gewann die SGD vor leeren Rängen mit 3:1 (0:0) gegen den Karlsruher SC und kann jetzt beruhigter ins Derby beim FC Erzgebirge Aue gehen.

Die erlösende Führung für Dynamo: Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schießt aus spitzem Winkel zum 1:0 ein.
Die erlösende Führung für Dynamo: Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schießt aus spitzem Winkel zum 1:0 ein.  © Lutz Hentschel

Nach schwachen ersten 45 Minuten sah es nicht nach einem klaren Sieg aus. Doch Ransford-Yeboah Königsdörffer (47./55.) mit seinen ersten beiden Zweitliga-Treffern und Christoph Daferner (69.) machten den Erfolg perfekt. Fabian Schleusener (52.) glich zwischendurch für die Gäste aus.

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt rotierte ordentlich gegenüber dem 1:3 in Regensburg. Chris Löwe, Michael Akoto, Julius Kade und Morris Schröter kamen rein, Antonis Aidonis, Heinz Mörschel, Paul Will und Guram Giorbelidze mussten auf die Bank.

Dresden agierte in den ersten Minuten nicht, sondern reagierte nur auf die spielerisch überlegenen Karlsruher. Die versuchten es immer wieder über Philipp Heise und die rechte Dynamo-Seite, die zu offen stand.

Gelingt Dynamo ohne einen Sieg in der Rückrunde der Klassenerhalt?
Dynamo Dresden Gelingt Dynamo ohne einen Sieg in der Rückrunde der Klassenerhalt?

Nur mit Mühe konnten die Schwarz-Gelben die Angriffe unterbinden. Glück auch, dass es der KSC ab und an übertrieb und einen Schlenker zu viel einbaute. Einmal musste Kevin Broll trotzdem eingreifen, als er einen Schuss von Schleusener (17.) aus sieben Metern stark parierte. Gleich nach der besten Chance der ersten Hälfte fingen sich die Schmidt-Männer, boten dem Gegner mehr die Stirn.

Aber: Die offensiven Bemühungen blieben solche. Dynamo hatte keine Ideen. Was zudem aus den vier, fünf Kontersituationen wurde, war schlichtweg indiskutabel. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe eine Möglichkeit notiert werden konnte. Eine Ecke von Löwe köpfte der aufgerückte Akoto KSC-Keeper Marius Gersbeck genau in die Arme. Fazit zur Pause: Es gab viel zu verbessern im Vorwärtsgang. So schießt du keinen toten Hahn von der Stange.

Aufstellungen von Dynamo Dresden und dem Karlsruher SC

Ransford-Yeboah Königsdörffer und Christoph Daferner führen Dynamo Dresden zum Heimsieg!

Sein zweiter Streich: Ransford-Yeboah Königsdörffer (4.v.l.) köpft aus Nahdistanz zum 2:1 für die SGD ein.
Sein zweiter Streich: Ransford-Yeboah Königsdörffer (4.v.l.) köpft aus Nahdistanz zum 2:1 für die SGD ein.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das haben sich die Hausherren in der Pause wohl auch gedacht. Sie kamen stürmisch aus der Kabine. Das war ein komplett anderes Gesicht. Vor allem bei Königsdörffer. Er blühte jetzt richtig auf.

120 Sekunden nach Wiederanpfiff bekam er an der Mittellinie den Ball, vernaschte zwei Karlsruher und spielte einen Doppelpass mit Schröter. "Ransi" wühlte sich im Strafraum gegen zwei weitere Gäste-Kicker durch, wurde dabei von Jerome Gondorf am Fuß getroffen, blieb aber auf den Beinen und legte die Kugel ins lange Eck - 1:0. Ein Sahnetreffer.

Ab jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Nur fünf Minuten später leistete sich Dresden den einzig groben Wackler in der Defensive. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld herrschte Chaos.

Kapitän Tim Knipping sieht Dynamo im Vorteil: "Jetzt geht es in unsere Hölle!"
Dynamo Dresden Kapitän Tim Knipping sieht Dynamo im Vorteil: "Jetzt geht es in unsere Hölle!"

Schleusener nutzte das und schob zum 1:1 ein (52.). Doch Dynamo schlug postwendend zurück. Nach einer Ecke von Schröter verlängerten Stark und Heise gemeinsam auf den langen Pfosten. Dort schraubte sich Königsdörffer hoch - 2:1 (55.).

Wieder Augenblicke später war der KSC nur noch zu zehnt. Der bereits verwarnte Kyoung-Rok Choi ging mit einem gestreckten Bein ins Duell mit Akoto und flog runter (61.). Dynamo nutzte die Überzahl. Akoto traf nach Schröter-Zuspiel den Pfosten (63.).

Ransford-Yeboah Königsdörffer (v.) erzielte nicht nur seine ersten beiden Saison- bzw. Zweitligatreffer, sondern auch seinen ersten Doppelpack für Dynamo Dresdens Profis.
Ransford-Yeboah Königsdörffer (v.) erzielte nicht nur seine ersten beiden Saison- bzw. Zweitligatreffer, sondern auch seinen ersten Doppelpack für Dynamo Dresdens Profis.  © Lutz Hentschel

Und dann machte die SGD den Deckel drauf. Nach einem heftigen Zusammenprall von Löwe und Marco Thiede, die danach beide rausmussten, gewann Stark den anschließenden Zweikampf. Daferner kam an das Leder, lief drei Schritte und donnerte die Kugel aus 20 Metern ins linke untere Eck. Jetzt war was los hier. Sah halt leider keiner.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: