Server abgestürzt! Dynamo muss digitale Versammlung abbrechen

Dresden - Ui, das ging ja fürchterlich in die Hose! Die digitale Mitgliederversammlung der SG Dynamo wurde zu Mittag nach zwei Stunden abgebrochen. Im Grunde, bevor sie richtig begann.

Eigentlich sollte die Mitgliederversammlung online stattfinden, daraus wird nun nichts.
Eigentlich sollte die Mitgliederversammlung online stattfinden, daraus wird nun nichts.  © Screenshot/Twitter/DynamoDresden

Der Server ist zusammengebrochen und konnte nicht wieder in Gang gebracht werden. Die Eröffnung von Präsident Holger Scholze (49) soll gegen 10 Uhr noch geklappt haben.

Doch als es zum Punkt kam, ob die Medien zugelassen werden dürfen, sollten Mitglieder abstimmen. Zu dem Zeitpunkt waren laut Dynamo 411 digital anwesend, 391 waren stimmberechtigt.

Da brach der Server zusammen. Fieberhaft versuchten die Techniker, alles wieder in Schwung zu bekommen, scheiterten aber.

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Nach zwei Stunden kam die Meldung vom Verein: "Der Dienstleister hat fieberhaft daran gearbeitet, die technischen Probleme zu beheben, kann aber nicht garantieren, dass ähnliche Probleme bei einer Fortführung ausbleiben würden. Das Versammlungspräsidium hat daher einstimmig beschlossen, die Versammlung abzubrechen."

Laut Dienstleister gab es einen Probelauf

Bumm! Was in den sozialen Netzwerken daraufhin los war, muss wohl eher nicht extra erwähnt werden. "Krass, wie peinlich. Ne Videokonferenz mit viertstelliger Teilnehmerzahl kriegt jedes mittelmäßiges IT-Unternehme hin", war noch eine der humaneren Kritiken.

"Keine gute Werbung für den Dienstleister", eine andere. Dem ist so. Dynamo hatte im Vorfeld einen großen Aufwand betrieben und einen externen Dienstleister mit ins Boot geholt, die Firma Linkando aus Landau. Diese wirbt auf ihre Webseite für Online-Meetings inklusive Abstimmungen und Wahlen.

Es sei "eine innovative und sichere Lösung zur Durchführung formeller Online-Meetings". In diesem Fall nicht. "Wir hatten in der Vergangenheit bereits verschiedenste sehr erfolgreiche Versammlungen mit bis zu 500 parallelen Teilnehmern", sagt Ingo Sauer von der Firma auf TAG24-Nachfrage.

Ob es vor der heutigen Versammlung einen Probelauf gab? "Ja wir haben im Vorfeld sehr intensiv diese Umgebung und Versammlung getestet. Trotzdem passiert auch manchmal ein Fehler." Das stimmt, Werbung war es für alle Seiten keine.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/DynamoDresden

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