"Leo" Löwe ist bei Dynamo Dresden wieder da: "Wir sind die Gejagten!"

Dresden - Der eine Löwe wird noch ewig fehlen, der andere Löwe ist wieder da: Justin Löwe gab beim 2:1 im Test gegen Jablonec sein Comeback nach einer langen Verletzungspause, durfte sich in den letzten Minuten sogar die Kapitänsbinde überstreifen.

Im Test gegen Jablonec feierte Justin Löwe (r.) sein Comeback, durfte sogar einige Minuten die Kapitänsbinde tragen.
Im Test gegen Jablonec feierte Justin Löwe (r.) sein Comeback, durfte sogar einige Minuten die Kapitänsbinde tragen.  © Lutz Hentschel

"Es war das dritte Mal. Ich durfte schon bei zwei Testspielen als Kapitän ran. Der Einstand fällt also weg, das ist schon mal gut", sagte ein gut gelaunter Löwe nach der Partie bei Sport im Osten.

Dies kam nicht von ungefähr. Nach einigen Wochen auf dem Trainingsplatz stand ihm nun endlich mal wieder ein richtiger Gegner gegenüber. Anfang Juni 2020 hatte er sich das Schultereck-Gelenk gesprengt, wurde im Sommer operiert. Erst im Dezember durfte er wieder trainieren.

Das abgelaufene Jahr war für ihn ohnehin eins zum Vergessen. In einem Punktspiel stand er letztmals am 23. November 2019 auf dem Rasen, wurde beim Hamburger SV fünf Minuten vor Schluss eingewechselt, musste noch mit ansehen, wie sein Team 1:2 verlor. Der 22-Jährige schaffte es in jener bitteren Abstiegssaison danach noch fünfmal in den Kader, dann ging die Schulter kaputt.

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Erst bei Viktoria Köln zum Schluss und im DFB-Pokal gegen Darmstadt gehörte er wieder zum Kader Nun will Löwe angreifen.

SG Dynamo Dresden: Türkgücü München wird am Montag ein echter Gradmesser

"Als Mannschaft wollen wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Das muss unser Ziel sein", sagte Löwe und dachte dabei gar nicht so sehr an sich. Auch für ihn steht das Team im Vordergrund. "Wir müssen klipp und klar sagen: Wir sind die Gejagten. Jeder, der gegen uns spielt, der weiß, er spielt gegen Dynamo Dresden.

Das heißt, da geht jeder nicht nur mit 99 Prozent ins Spiel, sondern mit 110. Das wird in jeder Partie auf uns zukommen und darauf müssen wir uns einstellen."

Türkgücü München wird da am Montag schon ein echter Gradmesser sein. Um den Verein gab es zuletzt Trubel, er ist finanziell angeschlagen. Wird es dadurch einfacher? "Das glaube ich eher nicht. Wenn der Ball rollt, sind die voll im Spiel, voll im Fokus. Da verschwindet das sowieso aus dem Kopf. Daher ist das eher um den Verein und nicht in der Mannschaft", so Justin Löwe.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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