Dynamo: DFL-Boss Seifert versteht Chris Löwes Ausbruch: "Mir tut es sehr leid"

Dresden - Verbale Unterstützung vom DFL-Boss! Geschäftsführer Christian Seifert hat Verständnis für den emotionalen Ausbruch von Dynamo Dresdens Profi Chris Löwe gezeigt.

DFB-Geschäftsführer Christian Seifert (r.) kann den Frust von Chris Löwe gut verstehen.
DFB-Geschäftsführer Christian Seifert (r.) kann den Frust von Chris Löwe gut verstehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/Boris Roessler/dpa

"Mir tut es sehr leid für Dynamo Dresden. Mir tut es auch leid, dass der Spieler sich so fühlt. Ich fand es gut, dass er diese Emotionen auch rauslässt. Wo soll er auch damit hin", sagte Seifert am Montag bei Sport1.

Löwe hatte am vergangenen Donnerstag nach der 0:2-Niederlage des Zweitliga-Schlusslichts bei Holstein Kiel die Deutsche Fußball Liga (DFL) und namentlich auch deren Boss Seifert verbal scharf attackiert.

"Wir sind am Ende die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß!", hatte Löwe am Sky-Mikrofon gesagt (TAG24 berichtete).

"Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL, Christian Seifert oder wer auch immer, sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was bei uns in unseren Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal!"

Seifert sagte hierzu: "Ich habe das in keiner Weise persönlich genommen, denn eigentlich meint er ja nicht mich, sondern den Umstand, unter dem nun mal die 2. Bundesliga wieder gestartet ist - und insbesondere die Tatsache, dass natürlich Dresden durch zwei Infektionsfälle kurz vor dem Start einen wie auch immer gearteten Effekt verspürt hat, der sicherlich nicht zum Vorteil war."

DFB-Boss Christian Seifert will das Gespräch mit den Verantwortlichen von Dynamo Dresden suchen

Weiter kündigte Seifert an, die DFL werde "im Gespräch mit den Verantwortlichen von Dynamo Dresden versuchen, die Situation nochmals zu erläutern, die alle 36 Klubs sehenden Auges, dass so etwas passieren könnte, getroffen haben".

Hätte man damals noch länger mit dem Spielbetrieb pausiert, und "wären in dieser Zeit bei anderen Klubs positive Infektionsfälle eingetreten, dann hätte man uns möglicherweise vorgeworfen, wie naiv das war, das Ganze auszusetzen", erläuterte der 51-Jährige.

Wegen positiver Corona-Fälle und einer Mannschaftsquarantäne kurz vor dem Restart der 2. Bundesliga musste Dynamo seine Partien seither im Dreitagesrhythmus absolvieren. Vor dem 34. und letzten Spieltag am kommenden Sonntag hat Dynamo nur noch minimale theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/Boris Roessler/dpa

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