Dynamo-Kaltstart nach Isolation? Eine sportliche Katastrophe!

Dresden - Rein sportlich gesehen, sind die beiden neuen Corona-Fälle für Dynamo Dresden eine Katastrophe. DFL-Chef Christian Seifert sprach davon, dass zwei SGD-Spiele verschoben werden müssen - in Hannover und daheim gegen Fürth.

Hinspiel Dresden gegen Bielefeld: Marco Hartmann (l.) spielt den Ball, Teamkollege Kevin Ehlers (M.) und Bielefelds Jonathan Clauss (r.) verfolgen die Aktion. Die Partie gewann die Arminia mit 1:0.
Hinspiel Dresden gegen Bielefeld: Marco Hartmann (l.) spielt den Ball, Teamkollege Kevin Ehlers (M.) und Bielefelds Jonathan Clauss (r.) verfolgen die Aktion. Die Partie gewann die Arminia mit 1:0.  © Lutz Hentschel

Heißt: Zum dritten Spiel müsste Dresden wieder antreten - drei Tage nach Ende der Quarantäne bei Spitzenreiter Bielefeld. Ein Unding!

Die Schwarz-Gelben kommen am 23. Mai aus der Isolation, der dann 28. Spieltag ist für den 26./27. Mai (Dienstag/Mittwoch) angesetzt. 

Zwei Wochen ohne Training und dann ein Kaltstart- das kann nicht des Rätsels Lösung sein. 

Selbst wenn die DFL dem Schlusslicht eine Woche Training gewehrt, müsste Dynamo am 30./31. Mai gegen den VfB Stuttgart antreten - der nächste Aufstiegskandidat, der voll im Saft steht. Wettbewerbsverzerrung, im Abstiegs- wie Aufstiegskampf!

Würden die Dynamos wirklich erst gegen den VfB einsteigen, müssten die Schwarz-Gelben im Drei-Tage-Rhythmus vier Heim- und fünf Auswärtspartien bestreiten. 

Die Belastung wäre höher als bei allen anderen - der nächste Nachteil.

Und: Die SGD schleppt immer noch den Ballast des Tabellenletzten mit sich herum. Während die Mitkontrahenten im Abstiegskampf fleißig punkten könnten, muss Dynamo zuschauen und steigt eventuell nicht nur mit zwei, drei Spielen Rückstand wieder ein, sondern möglicherweise auch mit einem gehörigen Abstand zur Konkurrenz. 

Der Druck würde ins Unermessliche steigen. Auch wenn Dynamo wie alle das DFL-Konzept unterschrieben hat und von der Gefahr wusste, sportlich fair ist das schon jetzt nicht mehr. 

Viel wird davon abhängen, wie die DFL das "Problem" Dynamo anpackt. Schon am heutigen Montag sollen erste Gespräche stattfinden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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