Dynamo-Legende Ulf Kirsten übt scharfe Kritik an DFL: "Spieler ins Messer laufen lassen!"

Dresden - Klare Worte von Ulf Kirsten (54)! Der frühere Nationalspieler hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) für den Umgang mit dem designierten Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden scharf kritisiert. 

Dynamo-Legende Ulf Kirsten (54) nahm kein Blatt vor den Mund.
Dynamo-Legende Ulf Kirsten (54) nahm kein Blatt vor den Mund.  © Lutz Hentschel

"Es heißt immer, die Gesundheit der Spieler muss im Mittelpunkt stehen. Das war hier nicht der Fall. Die DFL hat die Dynamo-Spieler ins Messer laufen lassen", sagte Kirsten der "Sport Bild". 

Bereits nach Verkündung des Spielplans hatte Kirsten gesagt: "Das ist Wettbewerbsverzerrung. Ich frage mich, ob man das mit renommierten Vereinen auch so gemacht hätte" (TAG24 berichtete).

Der nun fast feststehende Abstieg hat nämlich nicht nur für die Mannschaft, sondern für den ganzen Verein Folgen, wie auch die Dynamo-Legende verdeutlicht: "Es werden vielleicht nicht alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten können." 

"Das ist eine ganz dramatische Folge, die leichtfertig in Kauf genommen wurde", so Kirsten weiter.

Dynamo konnte wegen mehrerer Corona-Fälle erst verspätet in die Rest-Saison starten und musste neun Spiele in 29 Tagen absolvieren. 

Dem Wunsch von Dynamo, Nachholspiele in den Juli zu verlegen, war die DFL nicht nachgekommen.

Daraufhin hatte es massive Kritik von Dresden-Profi Chris Löwe gegeben (TAG24 berichtete). Zudem erwägt der Klub, Klage wegen Wettbewerbsverzerrung einzureichen. "Wir werden das intensivieren und schauen, ob es Möglichkeiten gibt und Chancen", hatte Geschäftsführer Michael Born am Sonntag gesagt. 

Sein Team sei unnötig "in einen engen Terminplan gezwängt worden."

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0