Spielwitz, Tempo und Kreativität? Bei Dynamo-Spieler Mörschel hakt es gerade etwas

Dresden - Hinter seiner Bilanz steht eine acht, auf seinem Rücken auch. Achtmal lief Heinz Mörschel (24) für Dynamo Dresden in dieser Saison auf, sechsmal spielte er von Beginn an. Nur in Darmstadt kam er nicht zum Einsatz. Doch unangefochten ist der 24-Jährige derzeit nicht. Am Sonntag gegen Nürnberg muss er zeigen, dass er nicht wegzudenken ist aus dem Team. Andere sitzen ihm im Nacken.

Heinz Mörschel (24) hat in dieser Saison schon zweimal getroffen, aber so richtig rund läuft es bei ihm derzeit nicht.
Heinz Mörschel (24) hat in dieser Saison schon zweimal getroffen, aber so richtig rund läuft es bei ihm derzeit nicht.  © imago images/osnapix

Als er im Januar aus Uerdingen kam, machte Mörschel mit seinem Spielwitz, seine Schnelligkeit und seiner Kreativität den Unterschied.

In Erinnerung blieben nicht nur seine beiden genialen Freistoßtore in Meppen und in Lotte eben gegen Uerdingen. Er war das im Winter noch fehlende Puzzleteil zum Aufstieg.

Jetzt ist vieles anders. Zwar steht er schon bei zwei Treffern, aber ihm ist genau diese Leichtigkeit des Frühjahrs abhanden gekommen.

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Es klemmt derzeit ein wenig beim Mann aus der Dominikanischen Republik. Gerade jüngst auf St. Pauli tat er sich sehr schwer, sein Ballverlust führte zum frühen 0:1.

"Wenn man von der 3. in die 2. Liga kommt, ist das schon nochmal ein Sprung", sagt Mörschel selbst.

"Fehler werden hier härter bestraft als in der 3. Liga. Kleinigkeiten entscheiden die Spiele, das wird immer brutaler. Die Geschwindigkeit und wie die Vereine Fußball spielen ist schon noch einmal eine ganz andere Nummer."

Heinz Mörschel weiß: "Ich muss Gas geben und die Argumente auf meine Seite bringen"

Beim 4:0 im Test gegen Viktoria Berlin konnte Heinz Mörschel (r.) Selbstvertrauen tanken. Er traf in dieser Szene zum 3:0.
Beim 4:0 im Test gegen Viktoria Berlin konnte Heinz Mörschel (r.) Selbstvertrauen tanken. Er traf in dieser Szene zum 3:0.  © Lutz Hentschel

Dabei benötigt Dresden Mörschels Kreativität. Wenn er gut ist, ist es auch Dynamo.

Bisher hat Trainer Alexander Schmidt (52) Geduld bewiesen, ihn meist von Beginn an spielen lassen. Das wird auch am Sonntag der Fall sein. Doch der offensive Mittefeldspieler muss jetzt liefern, das weiß er.

Andere sitzen ihm im Nacken. Luca Herrmann (22) ist wieder fit und Patrick Weihrauch (27) auf dem Weg der Besserung. Das sind zwei, die ihm seine Position streitig machen können.

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"Wir haben einen breiten Kader, haben gute Jungs. Da gilt es Woche für Woche seine Leistung zu bringen. Speziell bei mir ist es so, dass ich es stets versuche, um mir ein gutes Gefühl fürs Wochenende mitzugeben, um einen guten Eindruck machen zu können", so Mörschel.

"Ich muss Gas geben und die Argumente auf meine Seite bringen." Tore und Vorlagen sind die besten Argumente. Keiner hätte was dagegen, wenn er sie gegen Nürnberg liefern könnte...

Titelfoto: imago images/osnapix

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