Darmstadt für Dynamo als Lehrbeispiel: "Zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt"

Dresden - Das Duell Spitzenreiter der 3. Liga gegen den Zehnten der 2. Liga im DFB-Pokal versprach ein Duell auf Augenhöhe. Wurde es aber nicht. Darmstadt 98 zeigte Dynamo Dresden beim 3:0 die Grenzen auf.

Frustrierte Dynamo-Spieler nach dem Pokal-Aus (v.l.): Ransford-Yeboah Königsdörffer, Julius Kade, Maximilian Große
Frustrierte Dynamo-Spieler nach dem Pokal-Aus (v.l.): Ransford-Yeboah Königsdörffer, Julius Kade, Maximilian Große  © Lutz Hentschel

"Nicht so schlimm" findet Trainer Markus Kauczinski. "Es zeigt, dass noch Arbeit vor uns liegt."

Er befürchtet auch keine Delle bei seiner Mannschaft.

"Pokal und Meisterschaft sind zwei verschiedene Wettbewerbe. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und es macht einen Unterschied, gegen eine Top-Mannschaft der 2. Liga zu spielen. Die Niederlage ist kein Problem. Wir haben das eingeordnet. Die ganzen letzten Wochen sind nicht vergessen, geben uns viel Selbstbewusstsein", so der 50-Jährige.

Aber Kauczinski hat auch gesehen, dass Zweitliga-Fußball noch eine Schippe mehr ist.

Darmstadt agierte schneller, ballsicherer, präziser, sauberer, energischer, vor allem abgeklärter. Da war keine Hektik, während die bei den Dresdnern immer wieder aufkeimte, wenn's nach vorn ging. Da waren die Bälle zu schnell weg. Dynamo kam fast nie in die Umschaltmomente. Das gilt es zu verbessern, die Lilien haben perfekten Anschauungsunterricht gegeben und gezeigt, was Dresden noch zu einer Zweitliga-Truppe fehlt.

Kauczinski erkennt an, dass Darmstadt einfach besser war als Dynamo

Markus Kauczinski weiß: "Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen."
Markus Kauczinski weiß: "Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen."  © Lutz Hentschel

"Niederlagen gehören dazu, wir waren verwöhnt in den letzten Wochen. Nun haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen, aber das ist kein Beinbruch. Das habe ich der Mannschaft auch so gesagt", erklärt Kauczinski.

"Wir reden nicht kaputt, was wir geschaffen haben. Aber es ist auch nicht schlimm zu sehen, dass noch ein Weg vor uns liegt, egal in welcher Richtung, in welcher Spielphase, mit Ball gegen den Ball, dass wir noch Luft nach oben haben."

Darmstadt war einfach besser.

"Das nehmen wir zu Kenntnis, akzeptieren wir. Wir kämpfen darum, dass wir besser werden. Wir haben bisher gute Schritte gemacht. Von daher ist es auch nicht schlimm, dass wir in der Entwicklung noch mittendrin stecken", sagt der Coach.

Die soll spätestens im Mai mit einem möglichen Aufstieg abgeschlossen sein. Dann würde einer der Gegner sicher auch wieder Darmstadt heißen - möglicherweise auf Augenhöhe.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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