SV Darmstadt 98 schnappt sich Ex-Dynamo-Co-Trainer Ovid Hajou

Darmstadt/Dresden - Nach mehr als zwei Jahren hat Ovid Hajou (37) wieder einen Job! Der frühere Co-Trainer von Dynamo Dresden wird neuer Assistenzcoach des SV Darmstadt 98.

Ovid Hajou (37, r.) arbeitete lange Jahre an der Seite von Maik Walpurgis (47).
Ovid Hajou (37, r.) arbeitete lange Jahre an der Seite von Maik Walpurgis (47).  © Lutz Hentschel

Das gaben die Lilien am Donnerstag bekannt. Der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023.

Hajou sagte auf der SVD-Website zu seiner Entscheidung: "Als der Kontakt mit Darmstadt 98 zustande kam und ich mit Torsten Lieberknecht gesprochen hatte, musste ich nicht lange überlegen. Mit seinen Ideen und Ansätzen kann ich mich voll und ganz identifizieren. Es erfüllt mich mit Freude, das Trainerteam um Torsten verstärken zu können und zukünftig meinen Beitrag zur sportlichen Weiterentwicklung des Vereins leisten zu dürfen."

Lieberknecht selbst erklärte: "Der SV 98 ist im Staff bereits sehr gut aufgestellt. Dennoch war es uns wichtig, das Trainerteam noch einmal um zusätzliche Kompetenz zu erweitern. Ich bin sehr froh, dass uns dies mit Ovid Hajou gelungen ist. Die Chemie zwischen uns stimmt, was in unseren gemeinsamen Gesprächen schnell deutlich wurde. Ich bin davon überzeugt, dass er sowohl menschlich als auch fachlich hervorragend zu den Lilien passt und uns dank seiner Qualitäten weiterhelfen wird."

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Bislang hatte sich Hajou als Co-Trainer von Maik Walpurgis (47) einen Namen in der Fußballszene gemacht, der jedoch seit Ende Februar 2019 keinen Job mehr angetreten hat. Zuvor war er bei Dynamo wegen Erfolglosigkeit entlassen worden - nach einer 0:2-Niederlage in Darmstadt!

SV Darmstadt 98 verkündet die Verpflichtung von Ovid Hajou

Ovid Hajou musste seine Karriere als Spieler früh beenden

Ovid Hajou (37) war bei Dynamo Dresden nur etwas mehr als fünf Monate im Amt.
Ovid Hajou (37) war bei Dynamo Dresden nur etwas mehr als fünf Monate im Amt.  © Lutz Hentschel

Auch Hajou musste damals gehen und lange auf eine neue Anstellung warten. Nun, nach knapp 28 Monaten, geht es für den gebürtigen Gelsenkirchener endlich weiter.

Trotz seines jungen Alters hat er bereits einiges erlebt. Vor seiner Zeit in Dresden hatte er unter anderem für den SC Preußen Münster und VfL Sportfreunde Lotte gekickt, war bei Rot Weiss Ahlen zudem dreimal in der 2. Bundesliga zum Einsatz gekommen.

Seine Spielerkarriere musste er aufgrund einer Knieverletzung allerdings schon mit 24 Jahren beenden. Danach stieg er in Lotte als Scout sowie Assistenzcoach ein und lernte hier auch Walpurgis kennen und schätzen, der das Traineramt am 1. September 2008 übernahm.

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Anschließend ging es für die beiden zum VfL Osnabrück, danach zum FC Ingolstadt 04 und Mitte September 2019 schlussendlich zur SGD, wo Walpurgis und Hajou allerdings wenig bewegen konnten und sich nur fünf Monate hielten.

Denn unter diesem Trainerteam entwickelten sich die Dresdner nicht weiter, sondern wirkten offensiv gehemmt und defensiv instabil. Dazu fehlte dem Chefcoach bald die Rückendeckung in der Mannschaft. Auch daraus dürften er und Hajou ihre Lehren gezogen haben. Letzterer kommt nun mit der Erfahrung von 344 Partien als Co-Trainer zu den Lilien.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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